Nvidia dementiert Vorwürfe: DeepSeek soll KI-Modelle mit geschmuggelten Blackwell-Chips trainiert haben

Der Chip-Riese wehrt sich gegen brisante Anschuldigungen aus der KI-Branche.
Schwarzer Markt für KI-Hardware?
Gerüchte kursieren seit Wochen: Chinesische KI-Unternehmen sollen über Umwege an Nvidias neueste Blackwell-Architektur gelangt sein – trotz strenger US-Exportbeschränkungen. DeepSeek, einer der ambitioniertesten Player im KI-Rennen, steht im Zentrum der Vorwürfe. Die Behauptung: Man habe mit geschmuggelten Chips Modelle trainiert, die westliche Konkurrenzprodukte übertreffen.
Nvidia schaltet auf Abwehr
Aus Santa Clara kommt eine klare Stellungnahme. Nvidia weist die Vorwürfe als „unbegründet“ zurück. Ein Unternehmenssprecher betont die Einhaltung aller Exportkontrollen und kooperiere „vollumfänglich“ mit den Behörden. Man kenne keine Beweise für einen solchen Chip-Schmuggel. Die Botschaft ist klar: Der Technologie-Riese will nicht mit Skandalen in Verbindung gebracht werden, die den Aktienkurs belasten könnten – schließlich hat man genug mit den Quartalszahlen zu tun.
Das große KI-Wettrüsten
Der Vorfall zeigt, wie erbittert der Kampf um KI-Vorherrschaft geführt wird. Rechenleistung ist der neue Goldrausch, und wer die besten Chips hat, dominiert das Spiel. Exportbeschränkungen sollen technologische Vorsprünge sichern, fördern aber gleichzeitig kreative – und oft grenzwertige – Umgehungsstrategien. Ein klassisches Katz-und-Maus-Spiel, bei dem Milliarden auf dem Spiel stehen.
Die Finanzwelt beobachtet das Schauspiel mit einem müden Lächeln. Während sich Tech-Giganten über Chip-Lieferketten streiten, pumpen Anleger weiter Geld in KI-ETFs – Hauptsache, das Narrativ stimmt. Ob die Rechenleistung nun legal oder „alternativ beschafft“ wurde, interessiert die Börse meist erst, wenn die Regulierer klopfen.
Fazit: Nvidias Dementi ist laut, aber die Fragen bleiben. In einem Wettrennen, das von Geheimnissen und milliardenschweren Vorsprüngen lebt, ist Skepsis angebracht. Die Wahrheit über die Herkunft von KI-Rechenpower könnte am Ende weniger in Pressemitteilungen stehen – und mehr in den undurchsichtigen Lieferketten der globalen Tech-Industrie.
Nvidia bestreitet Schmuggelvorwürfe
Am Mittwoch wies Nvidia die Schmuggelvorwürfe bezüglich DeepSeek und dessen Verwendung von Blackwell-Technologie zurück.
Amerikanische Beamte haben die Ausfuhr von Blackwell-Chips nach China blockiert, da sie diese als die fortschrittlichsten Produkte von Nvidia betrachten, um einen Vorsprung bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz zu wahren.
The Information berichtete, dass DeepSeek Chips erworben habe, die illegal ins Land eingeführt worden seien.
Ein Nvidia-Sprecher gab eine Erklärung ab, in der er mitteilte, dass das Unternehmen keine Bestätigung für versteckte Datenspeicher gefunden habe, die errichtet wurden, um Nvidia und seine Fertigungspartner in die Irre zu führen, und die anschließend abgebaut, heimlich verlegt und an einem anderen Ort wieder aufgebaut wurden. Der Sprecher fügte hinzu, dass ein solcher Schmuggel zwar unwahrscheinlich erscheine, das Unternehmen aber jedem Hinweis nachgehe .
„Wir haben weder Beweise noch Hinweise auf ‚Phantom-Rechenzentren‘ erhalten, die errichtet wurden, um uns und unsere OEM-Partner zu täuschen, und die dann abgebaut, geschmuggelt und woanders wieder aufgebaut wurden … Auch wenn ein solcher Schmuggel unwahrscheinlich erscheint, gehen wir jedem Hinweis nach.“ – Sprecher von Nvidia.
Nvidia hat enorm von dem KI-Boom profitiert, da dieser die Grafikprozessoren für das Training von KI-Systemen und die Bewältigung massiver Rechenaufgaben unerlässlich macht.
Da diese Geräte eine so wichtige Rolle für den Fortschritt der KI spielen, sind Nvidias Geschäftsbeziehungen zu China zu einem umstrittenen Thema unter amerikanischen Politikern geworden.
Trump erlaubt den Verkauf älterer Chips an China
Trump kündigte am Montag , dass Nvidia H200-Chips an zugelassene Käufer in China und anderen Ländern liefern kann, wobei die Vereinigten Staaten 25 % der Einnahmen aus diesen Transaktionen erhalten.
Einige republikanische Abgeordnete lehnten die Ankündigung ab.
DeepSeek verblüffte die amerikanische Technologiebranche im Januar mit der Einführung seines Reasoning-Modells R1, das sich an die Spitze der Download-Charts und Branchenrankings setzte. Experten schätzten, dass R1 zu einem Bruchteil der Kosten vergleichbarer amerikanischer Modelle entwickelt wurde.
Im vergangenen August deutete DeepSeek an, dass China schon bald eigene hochentwickelte Chips zur Ansteuerung von KI-Systemen produzieren würde.
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