Tesla-Europa-Crash: Neuzulassungen stürzen um 48,5% - nur noch 6.964 Einheiten im Oktober

Der Elektroauto-Pionier erlebt einen herben Rückschlag auf dem europäischen Markt.
Absturz in Zahlen
Mit nur noch 6.964 neu zugelassenen Fahrzeugen verzeichnet Tesla einen dramatischen Einbruch gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Rückgang von 48,5% sendet klare Signale an die Börse - und lässt traditionelle Autohersteller schmunzeln, die seit Jahren auf solch eine Korrektur gewartet haben.
Marktdynamik unter Druck
Während die Konkurrenz mit neuen Modellen und aggressiveren Preisen aufholt, zeigt Teslas Performance erste Risse im Wachstumsnarrativ. Der europäische Automarkt erweist sich als unberechenbares Terrain, selbst für den einstigen E-Auto-Vorreiter.
Investoren beobachten die Entwicklung mit wachsender Nervosität - ein klassischer Fall von 'zu schnell, zu hoch, zu teuer' in der disruptiven Technologiebranche.
Chinesische Konkurrenten übernehmen das Steuer, während Tesla einbricht
Die bisherigen Jahreszahlen verschärfen die Lage. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2025 verkaufte Tesla 180.688 Fahrzeuge, ein Rückgang von 29,6 % gegenüber dem Vorjahr. Das bedeutet, dass viele Teslas auf Europas Straßen fehlen werden.
Unterdessen feierte der chinesische Hersteller BYD einen fulminanten Start mit einem Absatzplus von 207 % und verkaufte in Europa 17.470 Einheiten.
Eine weitere chinesische Marke, SAIC, lag nicht weit dahinter und verzeichnete fast 24.000 verkaufte Fahrzeuge, ein Plus von 46 % gegenüber dem Vorjahr. Teslas Dominanz schwindet rapide, und die Konkurrenz gibt nicht nach.
Trotz alledem blieb die Aktie unbeeindruckt. Am Montag stiegen die Tesla-Aktien um fast 7 %. Warum? Weil die Wall Street nicht wegen der Autos kauft. Es geht um die Software, die KI und den Traum vom autonomen Fahren.
Melius Research bezeichnete Tesla als „unbedingt zu besitzen“, nicht aufgrund von Verkaufszahlen, sondern weil das Unternehmen davon ausgeht, dass autonomes Fahren bald Realität wird. Analyst Rob Wertheimer schrieb:
„Einer der Gründe, warum wir Tesla bei unserer jüngsten Produkteinführung trotz aller offensichtlichen Risiken als ‚Must-Have‘ bezeichnet haben, ist, dass sich die Weltmaticverändern wird. Autonomes Fahren kommt sehr bald und wird das gesamte Ökosystem des Autofahrens verändern.“
Die neueste Version von Teslas Software für autonomes Fahren (FSD) ist in den USA und einigen anderen Regionen verfügbar. In Europa ist sie jedoch noch nicht erhältlich. Das könnte sich im Februar ändern.
Die niederländische Straßenverkehrsbehörde RDW bestätigte, dass Tesla im nächsten Jahr einen Termin für die Demonstration von FSD erhalten hat. Die Genehmigung steht noch aus. Sollte sie erteilt werden, könnte dies einen entscheidenden Wendepunkt für Teslas Europastrategie bedeuten. Dieses eine grüne Licht könnte den weiteren Abwärtstrend stoppen.
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