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Alibabas Cloud-Umsatz explodiert um 34% - Qwen-Nachfrage treibt Wachstum trotz Gewinneinbruch

Alibabas Cloud-Umsatz explodiert um 34% - Qwen-Nachfrage treibt Wachstum trotz Gewinneinbruch

Published:
2025-11-25 15:38:52
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Alibabas Cloud-Umsatz stieg trotz Gewinnrückgangs dank der Qwen-Nachfrage um 34 %.

KI-Boom katapultiert Alibaba Cloud trotz schwindender Margen nach oben

Der chinesische Tech-Riese beweist: Manchmal zählt nur der Umsatz - Gewinne sind optional

Qwen-Modell entfacht Nachfragesturm

Alibabas KI-Offensive zeigt messbare Wirkung. Das Qwen-Sprachmodell treibt die Cloud-Sparte unerwartet an, während traditionelle Geschäftsbereiche stagnieren. Ein klassischer Fall von 'wachse oder stirb' - nur dass hier das Wachstum auf Kosten der Rentabilität geht.

34% Umsatzplus sprechen klare Sprache

Die Zahlen lassen aufhorchen: Trotz Gewinnrückgangs legt der Cloud-Bereich massiv zu. Ein Indiz dafür, dass KI-getriebene Services zum neuen Kerngeschäft werden könnten. Oder einfach nur ein weiteres Beispiel für Tech-Unternehmen, die Wachstum über Profitabilität stellen - Hauptsache die Aktienkurse steigen.

Die Rechnung ohne den Aktionär gemacht?

Während die Umsätze steigen, fragen sich Investoren: Wann schlägt das Wachstum endlich auf die Gewinne durch? Oder ist das nur ein weiteres Tech-Märchen, bei dem am Ende wieder die Aktionäre die Zeche zahlen?

Eddie Wu weist Befürchtungen einer KI-Blase zurück und erhöht die Investitionen

Eddie Wu, der CEO, sagte Analysten am Dienstag, dass das Unternehmen sich wegen Warnungen vor Überinvestitionen keine Sorgen mache.

„Mit Blick auf die nächsten drei Jahre sehen wir eigentlich kein großes Problem in Bezug auf eine sogenannte KI-Blase“, sagte Eddie.

Diese Ansicht bringt ihn in Konflikt mit seinem eigenen Vorsitzenden Joe Tsai, der bereits im März darauf hingewiesen hatte, dass Unternehmen wie Amazon, Meta und Microsoft mehr produzierten, als die Nachfrage rechtfertigte. Die Aktien dieser drei Unternehmen haben in letzter Zeit stark an Wert verloren, da die Zweifel an den Renditen von KI-Systemen immer lauter werden.

Doch Eddie gibt Vollgas. Er bestätigte, dass Alibaba weiterhin massiv in den Ausbau der Infrastruktur und Geschäftsmodelle investieren wird, darunter auch in die eigene Halbleiterproduktion, um die US-Chip-Embargos zu umgehen. Diese Bemühungen werden von T-Head, der hauseigenen Chip-Sparte, geleitet, die nun versucht, mit Huawei zu konkurrieren.

Das ist kein billiges Unterfangen. Alibaba hat sich zu Investitionen in Höhe von 380 Milliarden Yuan über drei Jahre verpflichtet – deutlich mehr als die jüngsten 1,8 Milliarden US-Dollar, die Tencent im Bereich KI investiert hat. Obwohl sich die Kurse globaler KI-Aktien etwas abgekühlt haben, sind chinesische Unternehmen wie Alibaba bisher weitgehend verschont geblieben, da ihre Ausgaben (noch) nicht so hoch sind.

Alibaba hat die Konkurrenz inzwischen weit hinter sich gelassen. Laut Eddie arbeitet das Unternehmen mit Hochdruck daran, die Nachfrage zu decken und nicht nur auf Marketingversprechen zu setzen. „Unsere Alibaba Cloud-Serverinfrastruktur hinkt dem Wachstum der Kundenbestellungen deutlich hinterher. Unser Auftragsbestand wächst stetig“, sagte .

Die Qwen-App erlebt einen Aufschwung, während Konkurrenten ihre eigenen Chatbots entwickeln.

Alibaba hat Anfang des Monats die mobile App Qwen neu aufgelegt. Innerhalb von nur vier Tagen erreichte das Produkt 10 Millionen Nutzer und zählt damit zu den am schnellsten eingeführten KI-Anwendungen in China. Die App soll sich zu einem vollwertigen KI-Assistenten weiterentwickeln, der Aufgaben wie Einkaufen auf Taobao, Reisebuchungen, Bildungsangebote und Kartendienste übernehmen kann.

Dieser Markteintritt erfolgt in einem hart umkämpften Segment. ByteDances Doubao verzeichnet bereits 172 Millionen monatlich aktive Nutzer, während Tencents Yuanbao auf WeChat aufbaut und die Integration einer KI-Ebene in die App vorbereitet.

Keine dieser Apps, einschließlich Qwen, verdient direkt Geld, und es gibt keine Anzeichen dafür, dass chinesische Nutzer für Abonnements bezahlen wollen.

Da OpenAI und Google in China verboten sind, konkurriert Alibaba jedoch nur mit einheimischen Unternehmen. Die Lage auf dem Chipmarkt ist allerdings angespannt.

Aufgrund von US-Sanktionen sind die leistungsstärksten Nvidia-GPUs nicht erhältlich. Lokale Alternativen sind begrenzt, aber Alibaba und Huawei arbeiten daran.

Das Unternehmen verzeichnet unterdessen Anzeichen einer Erholung der lokalen Konsumausgaben, insbesondere im Bereich des Schnellhandels, also der schnellen Lieferung von Lebensmitteln und Waren. Führungskräfte gaben an, den Bruttowarenwert im Schnellhandel innerhalb von drei Jahren auf 1 Billion Yuan steigern zu wollen.

Dieser Kundenverkehr trägt zur Befriedigung der anderen Plattformen von Alibaba bei.

Doch die Kosten niedrig zu halten und gleichzeitig das Wachstum im Cloud- und Consumer-Tech-Bereich voranzutreiben, wird für Investoren das Wichtigste sein. Eddies Strategie ist, dass sich KI auszahlt, sofern die Infrastruktur nicht zuvor unter der enormen Nachfrage zusammenbricht.

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