Ehemaliger LAPD-Polizist plante brutalen Krypto-Raub: Teenager sollte um 350.000 Dollar in Digitalwährung gebracht werden

Ein abtrünniger Gesetzeshüter drehte den Spieß um - statt Verbrechen zu verhindern, plante er einen hochriskanten Krypto-Raubüberfall. Der ehemalige LAPD-Beamte zielte gezielt auf einen Teenager ab, um sich cryptocurrency im Wert von 350.000 US-Dollar anzueignen.
Dunkle Geschäfte in Uniform
Der Fall zeigt erschreckende Parallelen zu traditionellen Bankrauben - nur mit digitaler Beute. Während Banken ihre Sicherheitssysteme aufrüsten, verlagern sich kriminelle Energien zunehmend in die Kryptosphäre. Der Ex-Polizist nutzte sein Fachwissen über Ermittlungstechniken, um die Tat minutiös zu planen.
350.000 Dollar Lockvogel
Die massive Summe beweist: Kryptowährungen sind längst kein Nischenphänomen mehr, sondern lukrative Ziele für organisierte Kriminalität. Der Teenager wurde gezielt ausgewählt - vermutlich wegen seiner digitalen Vermögenswerte und geringeren Verteidigungsfähigkeiten.
Ironie des Schicksals: Während traditionelle Finanzinstitute sich über Regulierungsvorschriften beschweren, beweist dieser Fall, dass das wirkliche Problem oft in den Köpfen der Beteiligten liegt - nicht in der Technologie selbst.
Ehemaliger LAPD-Beamter wegen geplanter Entführung und Kryptodiebstahls angeklagt
Laut Gerichtsakten wurde der 51-jährige Gabby Ben, der Verbindungen zur israelischen Mafia unterhält, bereits zweimal wegen Betrugs verurteilt und nach Israel abgeschoben. Er erschien in einem blauen Gefängnisanzug vor Gericht und trug eine Kippa sowie ein Handtuch um den Hals. Berichten zufolge zuckte er mit den Achseln und schüttelte den Kopf, als Brownstone dem Gericht seine Verbindungen zur israelischen Mafia mitteilte.
Aus den Gerichtsakten ging außerdem hervor, dass der 38-jährige Eric Halem, der in einem orangefarbenen Overall vor Gericht erschien, 13 Jahre beim LAPD gedient hatte. Bis zu seinem Ausscheiden aus dem LAPD im Jahr 2022 hatte er sich mehrere lukrative Nebengeschäfte aufgebaut, darunter eine Luxusautovermietung und eine App, die es Schauspielern ermöglichte, online für Rollen vorzusprechen. Laut der „Los Angeles Times“ erwähnten ehemalige Kollegen, dass er die Idee prüfe, eine Reality-Show über sein Leben zu produzieren.
Laut Brownstone fuhren Halem, Ben und vier weitere Männer in zwei Fahrzeugen – Bens gemietetem Lamborghini Urus und einem Range Rover – zu einem Luxus-Hochhaus in Koreatown, wo das mutmaßliche Opfer wohnte. Brownstone gab an, dass die Männer gegen 2 Uhr morgens am 28. Dezember 2024 an der Wohnung ankamen. Dort angekommen, gaben sie den Zugangscode für die Wohnung des Opfers ein. Sie stellten fest, dass das Opfer nicht zu Hause war, fanden aber seine Freundin vor, die sie mit von der Polizei von Los Angeles (LAPD) ausgegebenen Handschellen fesselten.
Brownstone gab an, alle sechs Männer seien bewaffnet gewesen und hätten behauptet, vom Los Angeles Police Department zu sein und einen Durchsuchungsbefehl zu vollstrecken. Als das Opfer nach Hause zurückkehrte, hätten die Männer ihn festgehalten und ihn aufgefordert, seine Krypto-Wallet auf seinem Handy und Computer zu öffnen. Brownstone merkte an, der Teenager habe versucht, sie zu entlarven, indem er ihnen eine leere Wallet zeigte. Daraufhin hätten sie ihm gedroht, ihn zu foltern, falls er nicht kooperiere.
Die Verdächtigen drohten dem Opfer mit Gewalt.
Brownstone sagte vor Gericht aus, die Eindringlinge hätten dem Opfer unmissverständlich gedroht, ihm in den Fuß zu schießen und ihn zu foltern, falls er die Kryptowährung nicht herausgeben würde. Um ihre Drohung zu verschärfen, hätten sie die Dusche aufgedreht. Nach den Drohungen habe das Opfer dem ehemaligen LAPD-Beamten und seiner Bande den Code für einen Safe gegeben, in dem sich digitale Vermögenswerte auf einem USB-Stick befanden. Die Wallet enthielt Kryptowährungen .
Laut Staatsanwaltschaft zeigten Überwachungsaufnahmen, wie Ben, Halem und die anderen Eindringlinge das Wohnhaus des Opfers etwa 25 Minuten nach ihrem Betreten wieder verließen. Sie rührten keine weiteren Wertgegenstände im Safe an und verstreuten lediglich Gegenstände in der Wohnung. Halems Anwältin, Megan Maitia, äußerte Zweifel am mutmaßlichen Motiv der Tat und fragte, wie ein junger Mann so viel Kryptowährung angehäuft haben konnte. Sie behauptete, nicht ihr Mandant, sondern ein anderes Mitglied der Gruppe habe den Teenager bedroht.
Brownstone teilte dem Gericht mit, dass die Polizei weiterhin nach dem betreffenden Verdächtigen suche. Maitia beantragte ebenfalls die Freilassung ihres Mandanten gegen Kaution und wies darauf hin, dass er Vater zweier Kinder und nun mittellos sei. Sie merkte an, dass sein Haus mit Hypotheken belastet Sei und er ein Propellerflugzeug verkauft habe, das die Staatsanwaltschaft als Beweis für seine Fluchtgefahr angeführt hatte. Sie fügte hinzu, dass er in den Bezirksgefängnissen in Gefahr sei, da er als Polizist des LAPD maßgeblich zur Verhaftung von Kriminellen beigetragen habe.
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