SoftBanks 6,5-Milliarden-Dollar-Ampere-Deal erhält grünes Licht von der FTC

Tech-Gigant schließt Mega-Übernahme ab – Regulierer geben nach Prüfung Entwarnung
Der Deal-Durchbruch
SoftBank pumpt 6,5 Milliarden Dollar in die Halbleiterbranche – die FTC hat ihre Untersuchung abgeschlossen und keine Hindernisse identifiziert. Ein strategischer Schachzug im globalen Technologiewettlauf, der die Chip-Landschaft neu ordnen könnte.
Was die Zahlen verraten
Die Transaktion beweist erneut: In der Tech-Branche zählen nur zwei Dinge – Größe und Geschwindigkeit. Während traditionelle Investoren noch ihre Due-Diligence-Präsentationen aktualisieren, setzen Tech-Titanen einfach ihre Checks aus. Typisch – die großen Fische fressen die kleinen, und die Regulierer schauen zu.
Die Branche atmet auf – vorerst. Der nächste Mega-Deal wartet bereits in den Startlöchern.
SoftBank baut Hardware-Fokus auf
SoftBank hält die Mehrheitsbeteiligung an Arm Holdings und besitzt außerdem den britischen Chipdesign-Konzern Graphcore, wodurch das Unternehmen direkten Einfluss auf drei separate Technologieeinheiten im Bereich der KI-Chipherstellung hat.
Masa sagte, diese Beteiligungen versetzten SoftBank in die Lage, wichtige Bausteine für Prozessoren der nächsten Generation zu kontrollieren.
Mit Ampere in der Liste würde SoftBank einen größeren Anteil an den Komponenten besitzen, die das Backend der KI-Entwicklung prägen, einschließlich derjenigen, die von Krypto-Minern, Börsen und Unternehmen, die groß angelegte Rechensysteme aufbauen, verwendet werden.
SoftBank gab in seinem jüngsten Ergebnisbericht außerdem bekannt, dass es im Oktober 32,1 Millionen Nvidia-Aktien verkauft und einen Teil seiner T-Mobile-Beteiligung reduziert hat, was Einnahmen in Höhe von 9,17 Milliarden US-Dollar generierte.
Finanzvorstand Yoshimitsu Goto erklärte den Investoren während einer Präsentation, dass das Unternehmen mehr Investitionsmöglichkeiten schaffen wolle, „solange wir unsere Finanzkraft noch bewahren können“.
Nvidia hat bereits eine Vorgeschichte mit SoftBank. Der Vision Fund von SoftBank erwarb 2017 eine Beteiligung an Nvidia im Wert von 4 Milliarden US-Dollar, bevor er im Januar 2019 ausstieg. Auch nach dem jüngsten Verkauf bleibt SoftBank über andere Geschäftsbereiche mit Nvidia verbunden.
Der Analyst Dan Ives von Wedbush Securities erklärte, der Verkauf von Nvidia Sei als Verstärkung des Engagements von SoftBank und nicht als Rückzug zu werten und bezeichnete ihn als „positives Signal“. Analysten zufolge besteht SoftBanks Interesse an OpenAI weiterhin, doch Hardware steht im Mittelpunkt der Strategie.
Der Analyst Rolf Bulk von New Street Research sagte, SoftBank priorisiere seine Zusammenarbeit mit Arm, unter anderem durch die gemeinsame Entwicklung neuer Produkte mit dem britischen Chipdesigner.
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