Bitcoin-Rückgabe verordnet: Britische Justiz knöpft sich Twitter-Hackmaster vor – 5,4 Millionen Dollar fällig

Die britische Staatsanwaltschaft zeigt klare Kante im Krypto-Sektor: Der Drahtzieher des legendären Twitter-Hacks von 2020 muss jetzt 5,4 Millionen US-Dollar in Bitcoin zurückerstatten. Ein Präzedenzfall, der die Branche aufhorchen lässt.
Die Höhe der Rückzahlung entspricht dem damals erbeuteten Betrag – bereinigt um fünf Jahre Bitcoin-Volatilität natürlich. Wer jetzt an ‚Schuld und Sühne‘ denkt, liegt goldrichtig.
Für die Krypto-Community ist das Urteil ein zweischneidiges Schwert: Während es regulatorische Klarheit schafft, erinnert es auch daran, dass Blockchain-Transparenz Ermittlern in die Hände spielt. Die Dezentralisierungs-Puristen werden’s hassen.
Und die Finanzwelt? Die darf sich mal wieder über die Ironie amüsieren: Ausgerechnet das vermeintlich anonyme Bitcoin wird zum Prüfstein für rechtliche Durchsetzbarkeit. So viel zum Thema ‚unregulierbar‘.
Großbritannien beschlagnahmt 42 Bitcoins von Hacker
Berichten zufolge hat die britische Staatsanwaltschaft (Crown Prosecution Service, CPS) letzte Woche einen zivilrechtlichen Einziehungsbeschluss erwirkt. Die Behörde wird 42 Bitcoin , die mit O'Connors Rolle in dem Betrugsfall in Verbindung stehen. Weiter hieß es, die während des Auslieferungsverfahrens eingefrorenen Vermögenswerte würden von einem gerichtlich bestellten Treuhänder verkauft.
Der leitende Staatsanwalt erwähnte, dass die Behörde angeblich in der Lage sei, die gesamte zur Verfügung stehende Macht auszuschöpfen, um sicherzustellen, dass auch dann niemand von seinen Straftaten profitiert, wenn er in Großbritannien nicht verurteilt wird.
Das Urteil fällt in eine Zeit, in der der globale Kryptomarkt unter Verkaufsdruck steht und rote Indizes verzeichnet. Bitcoin Kurs ist in den letzten sieben Tagen um mehr als 10 % gefallen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels liegt der durchschnittliche Kurs bei 95.253 US-Dollar. Das 24-Stunden-Handelsvolumen stieg sprunghaft um 51 % auf 72 Milliarden US-Dollar. Zum Zeitpunkt des Hackerangriffs notierte Bitcoin
Einblick in Obamas Twitter-Ausraster
Der Twitter-Hack im Juli 2020 betraf über 130 hochkarätige Konten, darunter Namen wie Barack Obama, Joe Biden (damalsdent), Elon Musk, Bill Gates, Warren Buffett, Kim Kardashian, Apple und Uber.
Während des Angriffs verschickten die gehackten Konten nahezudentNachrichten, in denen Nutzer aufgefordert wurden, Bitcoin an eine bestimmte Adresse zu senden. Außerdem wurde versprochen, die erhaltenen Beträge zu verdoppeln. Der Betrug generierte innerhalb weniger Minuten mehr als 100.000 US-Dollar.
Twitter (jetzt X) sperrte damals vorübergehend verifizierte Konten, um den Schaden einzudämmen. Dies löste jedoch Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Plattform in einem Wahljahr aus, obwohl Cybersicherheitsexperten einräumten, dass die Motive der Angreifer weitaus zerstörerischer hätten sein können.
Die Anklagepunkte gegen O'Connor gehen über den Twitter-Datenschutzverstoß hinaus. Er wurde außerdem beschuldigt, TikTok- und Snapchat-Konten gehackt und ein minderjähriges Opfer im Internet gestalkt zu haben.
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