Gericht weist Apples Berufung ab: 1,2 Milliarden Pfund Schadenersatz für britischen App Store bleibt bestehen

Apple beißt auf Granit: Das Berufungsgericht hat den Konzern im Rekordverfahren um den britischen App Store abblitzen lassen. Die 1,2-Milliarden-Pfund-Klage steht – und könnte den Tech-Riesen zwingen, sein Geschäftsmodell grundlegend zu überdenken.
Die Richter ließen keine Zweifel: Apples Versuch, die als 'Wucher' kritisierten App-Store-Gebühren zu verteidigen, scheiterte kläglich. Für Entwickler und Investoren ein Sieg – für Tim Cooks Bilanz ein Albtraum.
Ironie des Tages? Während Apple gegen regulatorische Schlingen kämpft, verdienen Hedgefonds-Manager bereits an den Short-Positionen – weil nichts so lukrativ ist wie ein Tech-Gigant in der Zange zwischen Justiz und Aktionären.
Schiedsgericht blockiert Apples Berufungsantrag
wettbewerbswidrig gehandelt hatte . Das Gremium befand dies als „übermäßig und unfair“, da es sich auf Apples übliche Gebühr von 30 % auf In-App-Käufe bezieht.
Das Urteil kam zu dem Schluss, dass die Fahrpreisprovision lediglich etwa 17,5 % hätte betragen dürfen. Die Bauträger wurden fast neun Jahre lang zu viel berechnet.
Das Gericht stellte außerdem fest, dass die Entwickler die Hälfte der Kosten dieser überhöhten Gebühren an die Verbraucher weitergegeben hatten und dadurch Millionen britischer Nutzer effektiv höhere Preise für Apps und In-App-Dienste berechneten.
Am Donnerstag wies das CAT Apples Antrag auf Berufung gegen das Urteil mit der Begründung zurück, Apple habe die Voraussetzungen für eine erneute Prüfung nicht erfüllt. Apples Anwälte beantragten daraufhin eine Fristverlängerung von 21 Tagen zur Einreichung neuer Schriftsätze beim Berufungsgericht.
Das Urteil des Schiedsgerichts, das „eine fehlerhafte Sichtweise auf die florierende und wettbewerbsorientierte App-Wirtschaft“ vertrete, ignoriere auch den Wert, den Apple nach eigenen Angaben sowohl Entwicklern als auch Verbrauchern biete, so das Unternehmen.
Die Klage wurde von der britischen Akademikerin Rachael Kent im Namen von rund 20 Millionen britischen iPhone- und iPad-Nutzern eingereicht. Ihre Anwälte hatten den Schaden für den Zeitraum von Oktober 2015 bis Februar 2024 zuzüglich Zinsen auf 1,2 Milliarden Pfund berechnet.
Kent sagte, der Fall Sei „ein Marathon, kein Sprint“ gewesen, betonte aber, dass das Urteil der letzten Woche die Verbraucher „einen Schritt näher daran bringt, ihr Geld rechtmäßig zurückzubekommen“.
Damit ist der Weg für die Phase der Schadensfeststellung frei, wobei das CAT voraussichtlich weitere Anhörungen zur Verteilung der Entschädigungen ansetzen wird. Es dürfte sich um einen Prozess handeln, der mehrere Monate dauern wird.
Die regulatorische Kontrolle von Apple nimmt weltweit zu.
Der Fall in Großbritannien ereignet sich zu einer Zeit, in der der iPhone-Hersteller zunehmend unter Druck , was seine Kontrolle über den App-Vertrieb und In-App-Zahlungen in ganz Europa und den USA betrifft. Auch europäische Regulierungsbehörden haben das Technologieunternehmen ins Visier genommen und nutzen dabei neue Regeln, die die Macht großer Technologieplattformen eindämmen sollen.
In den letzten Jahren war Apple gezwungen, die Richtlinien des App Stores in den Niederlanden, Südkorea und im gesamten EU-Raum zu ändern. Das Urteil aus Großbritannien reiht sich in eine Reihe internationaler Urteile gegen das Unternehmen ein, die es gezwungen haben, Gebühren zu senken oder alternative Zahlungssysteme zuzulassen.
Branchenanalysten sagen, die CAT-Entscheidung könnte andere laufende Klagen gegen Apple stärken, nicht nur in Europa, sondern auch anderswo.
Apple hat nun eine kurze Frist, um direkt beim Berufungsgericht Berufung einzulegen. Wird auch dieser Antrag abgelehnt, bleiben dem Unternehmen keine weiteren Optionen im Inland, und es muss sich auf die Zahlung des vollen Schadensersatzes einstellen.
Das Klägerteam wird voraussichtlich in der Zwischenzeit detailliertere Entschädigungsmodelle für die betroffenen Verbraucher vorlegen. Das Gericht wird den endgültigen Zeitplan festlegen, Experten gehen jedoch davon aus, dass sich die nächste Phase des Verfahrens bis ins Jahr 2026 erstrecken wird.
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