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Wall Street in Aufruhr: Big Techs KI-Offensive bedroht die Finanzelite

Wall Street in Aufruhr: Big Techs KI-Offensive bedroht die Finanzelite

Published:
2025-11-12 00:51:50
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Wall Street schlägt Alarm wegen des KI-Vorstoßes der großen Technologiekonzerne

Die Tech-Giganten zerschlagen mit ihrer KI-Revolution die alten Machtstrukturen – und die Börsenhändler zittern.

Algorithmen statt Anzugträger: Wie Microsoft, Google & Co. die Spielregeln an der Wall Street neu schreiben.

Banker reagieren mit typischer Besitzermentalität: Erst lachen, dann leugnen, dann bekämpfen – und schließlich den Kreditrahmen kürzen.

Billionen-Dollar-Investitionen in den KI-Ausbau führen zu Schulden- und Energieproblemen

JPMorgan schätzt, dass der Aufbau einer KI-Infrastruktur mehr als 5 Billionen Dollar kosten wird und eine Finanzierung aus allen Bereichen der öffentlichen und privaten Märkte erfordert – von traditionellen Anleihen über private Kredite bis hin zu einer möglichen Beteiligung der Regierung.

Die enormen Investitionen in KI haben Bedenken hinsichtlich potenzieller Überkapazitäten, langfristiger Rentabilität und des Energieverbrauchs geweckt. Die Technologiekonzerne Google, Amazon, Microsoft und Meta werden voraussichtlich im Jahr 2026 mehr als 400 Milliarden US-Dollar in Rechenzentren investieren, zusätzlich zu den über 350 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr.

Große Technologieunternehmen, darunter auch etablierte Konzerne, erhöhen ihre Kreditaufnahme für KI-Infrastruktur, obwohl sie über liquide Mittel in Höhe von rund 350 Milliarden US-Dollar verfügen. Analysten schätzen, dass diese Unternehmen bis 2026 einen operativen cash von 725 Milliarden US-Dollar generieren könnten. Trotz diesertronLiquiditätslage drängt eine Flut von Schulden solcher hoch bewerteter Emittenten auf neue Kapitalquellen an die Kreditmärkte. Dies deutet auf einen breiteren Trend zu höherer Fremdkapitalquote hin, um den Boom der KI-Investitionen weiter anzukurbeln.

In den letzten Wochen haben Meta, Alphabet und Oracle jeweils massive Anleiheemissionen auf den Markt gebracht – einige mit einer Laufzeit von bis zu 40 Jahren.

Meta sicherte sich im vergangenen Monat einen privaten Schuldenvertrag über 27 Milliarden US-Dollar mit Investoren wie Pimco und Blue Owl Capital zur Finanzierung seines Rechenzentrums „Hyperion“ in Louisiana. Ende Oktober folgte dann die Emission von Anleihen im Wert von 30 Milliarden US-Dollar – die größte Unternehmensanleiheemission seit 2023.

Alphabet emittierte Anfang November Anleihen im Wert von 25 Milliarden US-Dollar, davon 17,5 Milliarden US-Dollar in den USA und 7,5 Milliarden US-Dollar in Europa. Oracle verkaufte im September Anleihen im Wert von 18 Milliarden US-Dollar, um Infrastrukturleasingverträge, beispielsweise für das „Stargate“-Rechenzentrum von OpenAI in Abilene, Texas, zu finanzieren.

Oracle-Anleihen unter Druck

Analysten zufolge sind Oracles Anleihen besonders stark betroffen. Ein Index der Financial Times, der Oracles Anleihen vor der letzten Emission trac, ist seit Mitte September um fast 5 % gefallen, verglichen mit einem Rückgang von 1 % beim breiter gefassten ICE Data Services Index für US-amerikanische High-Grade-Technologieanleihen.

Oracle hat mittlerweile langfristige Schulden in Höhe von rund 96 Milliarden US-Dollar, die durch Verträge zur Vermietung von Rechenleistung an die Entwickler von ChatGPT entstanden sind. Diese Zusammenarbeit mit OpenAI soll innerhalb von fünf Jahren 300 Milliarden US-Dollar Umsatz generieren.

Moody's wies jedoch darauf hin, dass Oracles Abhängigkeit von einer Handvoll KI-Firmen zur Wachstumsförderung Risiken birgt.

Einige Analysten sehen den jüngsten Kursrückgang als positives Zeichen für die Preisfindung in einem neuen Kreditzyklus. George Pearkes, Makrostratege bei der Bespoke Investment Group, merkte an, dass dies ein gutes Zeichen sei, solange die zusätzlichen Risiken weiterhin eingepreist würden.

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