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Wingtech-Aktien explodieren um 6 % – Chinas Deeskalation im Nexperia-Streit befeuert die Rally

Wingtech-Aktien explodieren um 6 % – Chinas Deeskalation im Nexperia-Streit befeuert die Rally

Published:
2025-11-10 07:55:35
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Wingtech-Aktien steigen um 6 %, nachdem China eine Entspannung im Exportstreit mit Nexperia signalisiert hat.

Tech-Markt atmet auf: Wingtech profitiert von diplomatischem Tauwetter zwischen China und Nexperia.

Die 6%-Hochschießerei zeigt, wie nervös die Märkte auf Handelskonflikte reagieren – und wie schnell sie auf politische Placebos anspringen.

Ein klassischer Fall von 'Kauf der Gerüchte, Verkauf der Nachrichten'? Die Börse vergibt nie eine Chance für kurzfristige Volatilität – Hauptsache, die Handelsgebühren klingeln.

Peking erklärt sich bereit, niederländische Beamte zu weiteren Gesprächen zu empfangen.

In der Erklärung Chinas hieß es, Peking erwarte von der niederländischen Seite, dass sie „konstruktive Lösungen“ vorlege und „konkrete Maßnahmen“ ergreife, damit der Streit bald beigelegt werden könne.

Diese Reaktion erfolgte, nachdem der niederländische Wirtschaftsminister Vincent Karremans am Donnerstag erklärt hatte, dass die von Nexperia innerhalb weniger Tage Kunden in Europa und darüber hinaus erreichen würden.

Er verwies auf den „konstruktiven Charakter unserer Gespräche mit den chinesischen Behörden“ und stellte einen Zusammenhang zwischen den Fortschritten und der Zusammenarbeit zwischen China, den Vereinigten Staaten und der Europäischen Kommission her.

Laut Karremans hätten sowohl China als auch die USA den Niederlanden mitgeteilt, dass das jüngst geschlossene Handelsabkommen die Wiederaufnahme der Lieferungen aus den chinesischen Produktionsstätten von Nexperia ermöglichen würde. Dies stimme auch mit den Informationen der Europäischen Kommission und des chinesischen Handelsministeriums überein.

Automobilhersteller versetzen Betriebe aufgrund von Lieferengpässen in Alarmbereitschaft

Der Konflikt verursachte erhebliche Spannungen in der globalen Automobilindustrie, die auf diese Chips angewiesen ist. Volkswagen warnte vor möglichen Produktionsausfällen.

Honda senkte seine Gewinnprognose für das Jahr, nachdem die Produktion in einigen Werken aufgrund von Teilemangel eingestellt werden musste. Stellantis gab an, interne Krisenstäbe eingerichtet zu haben, um die Verfügbarkeit von Chips zu überwachen und nach alternativen Lieferanten zu suchen, um Produktionsausfälle zu vermeiden.

Analysten brachten die gesamte Situation mit dem sich verschärfenden politischen Druck zwischen China und den USA in Verbindung. NEO Wang, Stratege bei Evercore ISI, sagte, der Konflikt um Nexperia sei die „direkte Folge“ zunehmender Spannungen und Handelskontrollen.

Ende September erweiterte die USA ihre Entity List, die den Handel mit Unternehmen untersagt, die als Risiko für die nationale Sicherheit oder die Außenpolitik angesehen werden.

Diese Ausweitung der Maßnahmen zielte auf Tochtergesellschaften ab, die zu 50 % oder mehr einem bereits auf der schwarzen Liste stehenden Unternehmen gehören. Nexperia, ein Unternehmen im Besitz von Wingtech, fiel unter diese aktualisierten Regeln.

Nachdem Peking und Washington am 30. Oktober eine vorläufige Handelsruhe vereinbart hatten, lockerten beide Seiten einige Beschränkungen. Kurz darauf kündigte China an, dass die chinesische Niederlassung von Nexperia die Lieferungen an internationale Kunden wieder aufnehmen dürfe.

Analysten wiesen jedoch darauf hin, dass die Lage weiterhin fragil sei. ASML Holding , das niederländische Unternehmen, das die weltweit modernsten Chipmaschinen herstellt, befindet sich im Spannungsfeld zwischen den USA und China.

Washington drängt die niederländische Regierung dazu, die Exporte von ASML nach China einzuschränken, was diesen Streit noch heikler macht.

In einer Analyse von Barclays unter der Leitung von Dan Levy hieß es, die Lieferanten hätten bereits mit dem Empfang von Lieferungen begonnen, doch es wurde davor gewarnt, dass niedrige Chip-Lagerbestände immer noch zu Verzögerungen führen könnten.

Sie fügten hinzu, dass die Erleichterung nur von kurzer Dauer sei, da der Kernkonflikt zwischen dem niederländischen Hauptsitz von Nexperia und seinen in China ansässigen Niederlassungen nicht gelöst worden sei.

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