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Trump applaudiert Indiens Rückgang bei russischen Ölimporten – ein strategischer Schachzug?

Trump applaudiert Indiens Rückgang bei russischen Ölimporten – ein strategischer Schachzug?

Published:
2025-11-07 09:14:54
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Trump lobt Indiens reduzierte russische Ölimporte.

Indien dreht den Hahn zu – und selbst Trump gibt Applaus. Die Reduzierung der russischen Ölimporte könnte mehr sein als nur geopolitischer Opportunismus.

Ein kluger Zug oder bloßes Lippenbekenntnis? Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Und während sich die Energiepolitik neu sortiert, reiben sich die Ölhändler die Hände – mal wieder.

Finanz-Zynismus gefällig? Wer jetzt auf Energiesicherheit setzt, hat die letzten Jahre verschlafen. Dezentralisierung war gestern, heute zählt nur: Wer liefert am billigsten?

Indien sieht sich mit hohen Zöllen konfrontiert, während die Handelsgespräche nur schleppend vorankommen.

Indische Waren werden derzeit von den USA mit 50 % Zöllen belegt – das ist sogar noch schlimmer als Chinas Zollsatz von 47 %. Gleichzeitig müssen indische Fachkräfte, die in den USA arbeiten möchten, 100.000 US-Dollar für ein H1B-Visum aufbringen. Allein diese Summe stellt ein erhebliches Hindernis für die bilaterale Zusammenarbeit dar.

Doch nun sind die Verhandlungen wieder auf trac, und laut Alexandra Hermann von Oxford Economics glauben beide Seiten, dass ein Handelsabkommen „bis Ende des Jahres, möglicherweise sogar in den nächsten Wochen“ zustande kommen könnte.

Sollte das eintreten, die Zölle auf indische Waren auf 20 % sinken, wodurch Indien mit Ländern wie Vietnam, Thailand und den Philippinen gleichgestellt würde. Wunder sollte man aber nicht erwarten.

Hermann sagte, die Quote werde wahrscheinlich nicht auf 15 % sinken, wie in Japan oder Südkorea, da Indien weiterhin enge Beziehungen zu Russland pflege, ungelöste Probleme im Agrarsektor bestünden und nur begrenzt bereit sei, große Summen in den USA zu investieren.

Darüber hinaus verhängten die USA im vergangenen Monat Sanktionen gegen Rosneft und Lukoil, zwei der größten russischen Ölkonzerne. Diese Sanktionen traten am 21. November in Kraft und zeigen bereits Wirkung. Indische und chinesische Raffinerien haben begonnen, ihre Importe von russischem Öl zu reduzieren.

Laut Reuters ist die Preisdifferenz zwischen russischem Öl und Brent derzeit so groß wie seit einem Jahr nicht mehr in Asien, da Raffinerien beider Länder ihre Produktion zurückfahren.

Das indische Ministerium für Erdöl und Erdgas reagierte jedoch nicht auf die Anfrage von CNBC, ob die Regierung die russischen Ölkäufe offiziell reduziere. Und das Gesamtbild? Es ist kompliziert.

Prateek Pandey von Rystad Energy sagte unmissverständlich: „Langfristig ist ein vollständiger Ausstieg aus russischen Ölimporten für Indien unrealistisch.“ Er wies darauf hin, dass Indiens Strategie, die Wirtschaftlichkeit in den Vordergrund zu stellen, auf die Probe gestellt werde, sollte russisches Rohöl günstiger werden.

Trump setzt Orban wegen Ungarns russischer Ölnutzung unter Druck.

Trump beobachtet nicht nur Indien. Am Freitag traf er sich mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban, um über Ungarns Abhängigkeit von russischem Öl zu sprechen.

Es war ihr erstes Treffen unter vier Augen seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus im Januar, und Russland stand im Mittelpunkt. Beide Staatschefs äußern sich lautstark zu ihren einwanderungsfeindlichen Ansichten, doch Orbáns Ölbeziehungen zu Moskau brachten ihn in eine schwierige Lage.

Trump verfolgt das Ziel, europäische Länder unter Druck zu setzen, keine russischen Ölprodukte mehr zu kaufen, um Moskaus Finanzierung des Ukraine-Krieges zu unterbinden. Ungarn hat jedoch seit dem Einmarsch 2022 nicht auf russische Energie verzichtet, obwohl EU- und NATO-Verbündete dies kritisieren.

Im Vorfeld des Treffens erklärten ungarische Beamte, Orban wolle einen Dialog zwischen den USA und Russland anstreben und möglicherweise Ausnahmen von den US-Energiesanktionen erreichen.

Trump hatte zuvor ein Treffen mit Wladimir Putin in Budapest angekündigt, doch der Kreml zog seine Zusage nach der Ablehnung eines Waffenstillstands zurück. „matic Verhandlungen sind immer schwierig“, sagte Orbán gegenüber ungarischen Staatsmedien, „aber ich erwarte eine freundschaftliche und unkomplizierte Verhandlung.“

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