LBank im Sturm: Welle von Beschwerden über eingefrorene Kundengelder bringt Börse unter Druck

Kryptodepots auf Eis gelegt - Anleger fordern Zugriff auf ihre Assets
Vertrauensverlust in volatile Märkten
Seit Wochen häufen sich bei der Kryptobörse LBank Beschwerden über nicht verfügbare Kundengelder. Nutzer berichten von gesperrten Konten und eingefrorenen Transaktionen - ein klassisches Szenario, das an die dunklen Tage früherer Börsenpleiten erinnert. Die Plattform sieht sich mit wachsendem öffentlichen Druck konfrontiert, während betroffene Anleger auf Social Media Kanälen ihre Frustration Luft machen.Regulatorische Schatten boxen mit Innovation
In einer Branche, die sich sonst so gerne als disruptiv feiert, wirken solche Vorfälle wie ein Déjà-vu aus dem Wildwest-Zeitalter des Kryptohandels. Während die einen von technischen Problemen sprechen, wittern andere bereits den typischen Gestank bevorstehender regulatorischer Eingriffe - weil nichts Banker mehr begeistert als eingefrorene Kundeneinlagen.LBank kennzeichnet Konten wegen Verstößen gegen Handelsregeln
Einer der Händler, Param, konnte seine Gewinne aus PNUT , einem Token, der im Jahr 2024 ein Rekordhandelsvolumen und eine Rekordreichweite erreichte, nicht abheben.
Ich benötige Hilfe von der Web3-Community…
🚨 Die LBank hat mein Guthaben in sechsstelliger Höhe eingefroren.
Bitte helft allen bei diesem Beitrag, damit ich Gerechtigkeit erfahre.
DIES IST KEIN BEITRAG ZUR AUFMERKSAMKEITSFÖRDERUNG.
Ich habe vorher nie etwas Vergleichbares gepostet.
Das Lbank-Team kann mir eine Direktnachricht schicken und nach meiner UID fragen.
Ich wollte nicht… pic.twitter.com/g3H539Wluu
— Param (@Param_eth) 4. November 2025
Das Problem beschränkt sich möglicherweise nicht auf LBank, sondern scheint auch kleinere Börsen zu betreffen, die unter intransparenten Lizenzen operieren.
Einige zentralisierte Börsen sperrten die Konten der erfolgreichsten Händler wegen Verstößen gegen undurchsichtige Handelsregeln. Die Händler sahen sich daraufhin gezwungen, ihre Unschuld zu beweisen und ihre enormen Gewinne zu verteidigen, die oft auf Kursanstiege von Meme-Token zurückzuführen waren.
In der Kryptowelt gilt ein zehnfacher Gewinn als Routine, doch LBank fror Gelder ein, als Händler nach solchen Transaktionen Gewinne realisieren wollten. Die Börse hat zwar zahlreiche Regeln zum Einsatz von Bots, es gibt aber auch Berichte über Konten, die monatelang ohne jegliche Möglichkeit zur Rückerstattung gesperrt waren.
In der Vergangenheit haben Händler durch riskante oder undurchsichtige Börsen Verluste erlitten. LBank besitzt jedoch einige Lizenzrechte in den USA und spielt eine entscheidende Rolle bei den neuesten Trends im Bereich Meme-Token und anderer Produkteinführungen.
In einigen Fällen sind zentralisierte Märkte die einzige Handelsmöglichkeit für gefragte Vermögenswerte, wodurch noch mehr Händler diesen willkürlichen Kontosperrungen und Sanktionen ausgesetzt sind.
LBank sperrte Konten selbst nach bescheidenen Gewinnen.
LBank-Nutzer haben im Jahr 2025 rund 40 Beschwerden eingereicht, wobei die tatsächliche Anzahl betroffener Nutzer möglicherweise höher ist. Einige der Konten weisen bescheidene Gewinne auf; die blockierten Beträge liegen je nach Fall zwischen 350 und 10.000 US-Dollar.
LBank begründete die Kontosperrungen mit unvollständigen KYC-Prüfungen, und in 40 % der Fälle wurden die Konten aufgrund von Reise- und Aufenthaltsbestimmungen eingefroren. Einige der Kontosperrungen erfolgten jedoch im Zusammenhang mit spezifischen Ereignissen im Kryptobereich, darunter die kürzliche Aufhebung der Währungsbindung von xUSD.
Die willkürliche Anwendung von Beschränkungen veranlasste einige Analysten zu der Annahme, dass die LBank möglicherweise versucht, ihre Liquiditätsprobleme zu lösen oder nicht in der Lage ist, die Kundengelder nachzuweisen. Im Laufe der Zeit beschwerten sich Händler zudem über einen nicht reagierenden Kundenservice oder bewusste Versuche, den Kontakt zu vermeiden und ihre Konten nicht wiederherzustellen.
Das Problem eingefrorener Gelder beschränkt sich möglicherweise nicht auf die LBank, wie die jüngsten Beschwerden über die MEXC zeigen. Generell gelten zentralisierte Börsen als potenzielles Risiko. Auch die Ourbit-Börse sorgte kürzlich für Aufsehen, nachdem Nutzer über eingeschränkte Gelder und eingefrorene Konten berichtet hatten.
Aufgrund vorheriger Beschwerden von Nutzern überdenkte MEXC seine Einfrierungsrichtlinie. Der „Weiße Wal“ gehörte zu den ersten Nutzern, die Ansprüche gegen MEXC geltend machten und erhielt seine Gelder am 31. Oktober zurück.
Auch bei MEXC wurden Batch-Entsperrungen durchgeführt, was zeigt, wie der Druck der Nutzer zu einer grundlegenden Überarbeitung der Standards der Börse führte.
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