Kalshi-Prognosemarkt durchbricht im Oktober alle Rekordhandelsvolumina
Handelsvolumen explodiert - Prognosemärkte erreichen historische Höchststände
Neue Ära der Vorhersagemärkte bricht an
Der Kalshi-Markt verzeichnete im Oktober die höchsten Handelsumsätze seiner Geschichte. Diese Zahlen sprechen Bände - Anleger stürzen sich auf Prognosemärkte, während traditionelle Finanzinstrumente hinterherhinken. Wer braucht schon fundamentale Analyse, wenn man einfach auf die Weisheit der Menge setzen kann?
Die Rekordzahlen zeigen deutlich: Prognosemärkte haben sich vom Nischenphänomen zum Mainstream-Instrument entwickelt. Während Banker noch über Zinsprognosen diskutieren, handeln Privatanleger bereits die Zukunft - und das in bisher ungesehenem Ausmaß.
Ein starker Hinweis darauf, dass die Finanzwelt lernt: Manchmal weiß der Schwarm mehr als der teure Analyst im Anzug.
Die Kalshi-Aktivität erreichte im Oktober ihren Höhepunkt, angetrieben durch die allgemeine Expansion der Prognosemärkte und das Interesse am Handel mit aktuellen Ereignissen. | Quelle: Dune Analytics .
Für Kalshi war dietronWoche Ende Oktober, als die Plattform ein Nominalvolumen von fast 1 Milliarde US-Dollar erreichte. Im vergangenen Monat lag die Gesamtaktivität von Kalshi auf einem höheren Niveau.
Kalshi profitierte zudem von der allgemeinen Expansion von Prognosemärkten, die mit aktuellen Ereignissen verknüpft waren. Die Aktivität spiegelte jedoch nicht immer die Genauigkeit der Vorhersagen wider, da die Plattform kürzlich – zusammen mit Polymarket – die Ergebnisse der niederländischen Wahlen falsch berechnet hatte
Kalshi erschließt Web2-Nutzer
Während Polymarket vor allem für Krypto-Nutzer gedacht war, liegt Kalshis Erfolg darin, schnell Web2-Nutzer zu erreichen. Die Integration mit Robinhood und die allgemeine Verfügbarkeit von Prognosen verschaffen Kalshi einen Vorsprung bei der breiten Akzeptanz.
Polymarket ist nach wie vor auf die Nutzung von Wallets und Kryptowährungen angewiesen und hat eine Eintrittsbarriere, da weiterhin ein gewisser Besitz von Kryptowährungen erforderlich ist.
Trotz des erweiterten Marketings kam es bei Kalshi weiterhin zu technischen Problemen, darunter auch zu einem Marktausfall. Auch Polymarket hatte einen vorübergehenden Ausfall, ermöglichte erfahrenen Händlern aber weiterhin die Nutzung der API und die Fortführung ihrer Positionen.
Die Plattform wird aufgrund ihres aggressiven Influencer-Marketings und der Versuche, Krypto-Einsteiger zu übernehmen, weiterhin mit Skepsis betrachtet.
Kann Kalshi den Polymarket passieren?
Im Oktober belegte Polymarket mit einem kumulierten Handelsvolumen von 2,29 Milliarden US-Dollar den zweiten Platz unter den Prognosemärkten. Für Polymarket war dies der erfolgreichste Monat seit Oktober 2024, als das Handelsvolumen erstmals die 2-Milliarden-Dollar-Marke
Polymarket setzte auf kleinere Einsätze und übertraf damit sein Aktivitätsniveau aus dem letzten Quartal 2024. Zum 31. Oktober verzeichnete die Börse über 76.000 aktive Wallets und brach damit den Rekord aus der Zeit rund um die US-dent2024.
Die Anzahl aktiver Wallets erholte sich von einem Tiefstand um rund 14.000 im Oktober, was darauf hindeutet, dass Polymarket das Ruder herumreißen könnte. Ende 2025 verzeichnete Polymarket weiterhin den größten Anteil am Handelsvolumen aktueller Ereignisse.
Sowohl bei Kalshi als auch bei Polymarket ist die New Yorker Bürgermeisterwahl weiterhin das aktivste Prognosepaar. Kalshi meldete ein Volumen von über 71 Milliarden US-Dollar, während das Polymarket-Paar 365 Millionen US-Dollar an Transaktionen verzeichnete, was auf eine erhöhte Aktivität hindeutet und es dem Markt im vergangenen Monat ermöglichte, führend zu bleiben.
Stand November 2025 das Suchvolumen bei Google für Polymarket höher als das Interesse an Kalshi. In den letzten Wochen hat die Aufmerksamkeit für Polymarket ebenfalls zugenommen. Die On-Chain-Plattform wird zudem in der Hoffnung auf einen möglichen Airdrop intensiv genutzt.
Sowohl Kalshi als auch Polymarket sehen sich weiterhin mit Zweifeln konfrontiert, ob ihr Umgang mit Risiken tatsächlich Glücksspiel darstellt. Die Wahrnehmung von Prognosemärkten durch die Nutzer und die Regulierung durch regionale Behörden dürften die Hauptfaktoren für ein begrenztes Wachstum sein. Im kommenden Jahr könnten Kalshi und Polymarket zudem verstärkter Konkurrenz durch andere aufstrebende Plattformen ausgesetzt sein. Da sich der Kryptohandel verlangsamt, könnten Prognosen zu einer wichtigen Alternative zum direkten Handel werden.
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