Meta-Aktie stürzt über 11 % ab: KI-Ausgaben bis 2026 schocken Anleger

Tech-Gigant zündet Milliarden-Rakete für künstliche Intelligenz - und Aktionäre flüchten panisch.
Die Zahlen sprechen Bände
Über 11 Prozent Verlust an einem Tag - das ist kein Korrektur, das ist ein Erdbeben. Metas Ankündigung, die KI-Ausgaben bis 2026 massiv hochzufahren, traf den Markt wie ein Schlag ins Kontor. Analysten rätseln, ob das Unternehmen die nächste Technologie-Revolution anführt oder einfach nur Geld verbrennt.
Investoren stempeln den Plan ab
Die Botschaft von der Wall Street kommt klar an: Wir glauben nicht an deine teuren KI-Träume. Der Kurssturz zeigt, dass Anleger kurzfristige Gewinne langfristigen Visionen vorziehen - besonders wenn diese Visionen Milliarden kosten und ungewisse Renditen versprechen.
Typisch Big Tech: Erst das Geld ausgeben, dann die Aktionäre fragen. Vielleicht sollte Meta lieber in KI investieren, die vorhersagen kann, wann ihre eigenen Aktien abstürzen.
Die Wall Street senkt ihre Ziele
Diese Erklärung reichte nicht aus, um den Markt zu beruhigen. Die Idee, jetzt zu bauen und darauf zu hoffen, dass der Bedarf später steigt, klang nach einer Kosten-Nutzen-Rechnung, und genau darauf reagiert die Börse allergisch. Analysten senkten ihre Kursziele fast umgehend.
Justin Post von BofA Global Research senkte das Kursziel für Meta von 900 auf 810 US-Dollar, behielt aber seine Kaufempfehlung bei. Justin Patterson von KeyBanc reduzierte sein Kursziel von 905 auf 875 US-Dollar und bestätigte seine Übergewichtung.
John Blackledge von TD Cowen senkte sein Kursziel von 875 auf 810 US-Dollar und behielt seine Kaufempfehlung bei. Auch Brian Nowak von Morgan Stanley, Eric Sheridan von Goldman Sachs, RON Josey von Citi und Deepak Mathivanan von Cantor Fitzgerald reduzierten ihre Kursziele, bestätigten aber ihre Kauf- oder Übergewichtungsempfehlungen.
Übersetzung: Sie glauben weiterhin, dass Meta langfristig Wert hat, aber der kurzfristige finanzielle Druck ist real.
Nicht alle Analysten änderten jedoch ihre Meinung. Nicolas Cote-Colisson von HSBC behielt sein Kursziel bei 905 Dollar bei, und auch Scott Devitt von Wedbush ließ sein Kursziel unverändert.
Steigende KI-Kosten und Verluste von Reality Labs belasten den Aktienkurs.
Das Unternehmen präsentierte jedoch eine erfreuliche Zahl: Die KI-gestützten Werbetools von Meta erzielen mittlerweile einen jährlichen Umsatz von 60 Milliarden Dollar.
Die Investitionen in KI zeigen also Wirkung. Diese Zahl konnte jedoch die Bedenken hinsichtlich eines zu schnellen Ausgabenanstiegs nicht ausräumen.
Der Bereich Reality Labs setzte das Unternehmen zusätzlich unter Druck. Meta meldete einen weiteren Verlust von 4 Milliarden US-Dollar durch Reality Labs. Dieser Geschäftsbereich arbeitet weiterhin defizitär, und es gibt keine Anzeichen für eine Besserung.
Mike Proulx,dent und Forschungsdirektor von Forrester, sagte: „Leider wird MetastronUmsatz- und Nutzerwachstum im dritten Quartal durch deutlich gestiegene Kosten in allen Bereichen getrübt.“ Er fügte hinzu: „Wie erwartet, setzte Metas Reality Labs seine Verlustserie fort, und eine Besserung ist nicht in Sicht.“
Die Meta-Aktie liegt aktuell hinter dem S&P 500 zurück. Seit Jahresbeginn verzeichnet sie ein Plus von 15 % und in den letzten zwölf Monaten von 14 %. Der S&P 500 hingegen legte seit Jahresbeginn um 16 % und in den letzten zwölf Monaten um 18 % zu. Meta wächst zwar weiterhin, aber das Wachstumstempo liegt nun hinter dem des Gesamtmarktes zurück.
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