Bessent drängt Japan: Zentralbank muss Inflationsbekämpfung priorisieren!

Finanzexperte fordert radikalen Politikwechsel in Tokio
Währungsstrategie unter Druck
Der renommierte Ökonom Kenneth Bessent erhöht den Druck auf die japanische Regierung – seine Forderung: Der Zentralbank muss endlich freie Hand bei der Inflationsbekämpfung gegeben werden. Während andere Notenbanken längst im Kampfmodus sind, hinkt Japan hinterher.
Tradition versus Transformation
Japans jahrzehntelange Deflationsmentalität wird zum Risikofaktor. Bessents Appell kommt zur rechten Zeit, denn die aktuellen Daten sprechen eine klare Sprache: Die Inflation frisst sich durch alle Wirtschaftssektoren. Die Bank of Japan muss handeln – ohne politische Fesseln.
Bonus-Comment: Typisch japanische Bürokratie – erst wenn der Yen nur noch Papierwert hat, wird gehandelt. Aber hey, Hauptsache die Meeting-Protokolle sind formal korrekt.
Trump würdigt Bessents strategischen Ansatz im Währungs- und Finanzsystem.
Berichten zufolge wird die Bank of Japan (BOJ) die Zinssätze voraussichtlich bei 0,5 % belassen. Tokioter Händler äußerten jedoch Bedenken hinsichtlich Bessents Äußerungen zur Inflationsbekämpfung durch die Zentralbank. Laut ihren Aussagen erhöhte Bessent den Druck auf die Bank, die Kreditkosten anzuheben und nach Jahren der Deflation zu einer Normalisierung der Geldpolitik überzugehen.
Zuverlässigen Quellen zufolge wird die US-Notenbank Federal Reserve die Zinsen am Mittwoch dieser Woche um weitere 25 Basispunkte senken. Die Märkte rechnen zudem mit einer weiteren Zinssenkung vor Beginn des Jahres 2026.
Analysten, die die Entwicklung des Yen genau beobachten, räumten unterdessen ein, dass der Yen, der Anfang Oktober gegenüber dem Dollar drastisch gefallen war, nach Bessents X-Post wieder etwas an Stärke gewonnen hatte.
Dies geschah, nachdem der Kurs am späten Vormittag stabil bei 152,05 Yen gegenüber dem Dollar notiert hatte. Die Renditen zehnjähriger japanischer Staatsanleihen lagen zu diesem Zeitpunkt ebenfalls unverändert bei 1,65 %. Am Mittwoch, dem 29. Oktober, stieg der japanische Nikkei-225-Index um 2 % und erreichte einen neuen Höchststand.
Andererseits kritisierte Sanae Takaichi, Japans neu gewählte Premierministerin, die sich stets für niedrige Zinssätze ausgesprochen hat, den Schritt der Bank von Japan, die Zinssätze anzuheben, zuvor als kurzsichtigen Ansatz.
Angesichts der Ratschläge, die Bessent der neuen Regierung in Tokio gegeben hat, erwähnte Trump, dass er erwägt, Bessent, der sich für eine gründlichere Überprüfung der Entscheidungen der Federal Reserve ausgesprochen hat, zu ihrem nächsten Vorsitzenden zu ernennen.
Diese Ankündigung erfolgte, obwohl der Finanzminister selbst eine Kandidatur ausgeschlossen hatte und auf der Suche nach einem Nachfolger für Jay Powell war.
Bessents Äußerungen geben Anlass zur Sorge hinsichtlich einer möglichen Einflussnahme auf den Gouverneur der Bank von Japan.
In einem Interview im August erwähnte Bessent, dass die Bank von Japan in ihrer Zinspolitik „hinterherhinke“, da japanische Familien mit steigenden Lebenshaltungskosten konfrontiert seien. Der Finanzminister äußerte sich in einer seltenen, direkten Stellungnahme zu den Finanzpolitiken eines anderen Landes.
Die Situation veranlasste mehrere Ökonomen zu der Annahme, dass die Bank of Japan nach drei Jahren anhaltender Inflation nun endlich über genügend Daten verfüge, um eine Zinserhöhung in dieser Woche zu rechtfertigen. Dies geschah, nachdem zwei Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses für eine Zinserhöhung gestimmt hatten, obwohl die Bank bei ihrer September-Sitzung beschlossen hatte, die Zinsen unverändert zu lassen.
Allerdings äußerten die Finanzmärkte kürzlich die Prognose, dass der Gouverneur der Bank von Japan, Kazuo Ueda, mit der Umsetzung von Anpassungen bis Dezember oder Januar warten könnte.
Shoki Omori, Chief Desk Strategist bei Mizuho, kommentierte das Thema und erklärte, dass Bessents Bemerkungen die Entscheidungen von Ueda noch komplexer gestalten könnten.
„Wenn Anleger glauben, dass die Bank of Japan die Zinsen nur aufgrund von Bessents Äußerungen angehoben hat, werden sie der Bank of Japan keine Beachtung mehr schenken und sich stattdessen auf Bessents Kommentare konzentrieren. Das möchte Ueda unbedingt vermeiden“, bemerkte Omori.
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