Grayscale erhöht den Druck: Warum der SEC jetzt einen Multi-Krypto-ETF genehmigen muss
Die Krypto-Branche steht erneut am Scheideweg – und Grayscale spielt die Vorreiterrolle. Der Asset-Manager fordert die US-Börsenaufsicht SEC auf, endlich grünes Licht für einen diversifizierten Krypto-ETF zu geben. Kein Einzel-Asset-Produkt, sondern ein echter Multi-Krypto-Fonds.
Warum das ein Game-Changer wäre:
- Breite Streuung statt Bitcoin-Monokultur
- Institutionelle Anleger könnten endlich sauber einsteigen
- Regulatorische Klarheit nach Jahren der Blockadehaltung
Die SEC zögert wie immer – während andere Länder längst vorpreschen. Typisch Bürokratie: Erst abwarten, bis der Zug eigentlich schon abgefahren ist. Doch Grayscale bleibt dran. Wann kapieren die Regulatoren, dass sie mit ihrer Bremser-Politik nur den nächsten Finanzcrash vorbereiten?
Rechtlicher Zeitplan und Verfahrenskonflikt
Der Antrag auf Notierung des Fonds an der NYSE Arca wurde ursprünglich am 15. Oktober 2024 eingereicht. Am 1. Juli 2025 erteilte die Division of Trading and Markets der SEC die Genehmigung im Rahmen der übertragenen Befugnisse. Später am selben Tag beantragte jedoch ein Kommissionsmitglied eine Überprüfung, was automatisch eine Aussetzung gemäß Rule 431(e) auslöste.
Grayscale argumentiert, dass die Aussetzung zwar Entscheidungen einfrieren kann, die im Rahmen der übertragenen Befugnisse getroffen wurden, dass sie aber nicht die vom Kongress auferlegte strenge gesetzliche Frist außer Kraft setzen kann. Das Unternehmen weist darauf hin, dass die internen Regeln der SEC, einschließlich der Regel 431, keine Verlängerungen über die 240-Tage-Frist für eine endgültige Entscheidung hinaus zulassen. Nach Ansicht von Grayscale führt die Nichteinhaltung dieser Frist zu einer automatischen Genehmigung durch das Gesetz.
Risiko für Anleger durch verzögerte Entscheidung der SEC
Der Vermögensverwalter warnt, dass die anhaltenden Verzögerungen dem Fonds, der Börse und den bestehenden Anlegern aktiv schaden. Während Grayscale einen formellen Antrag auf Aufhebung der Aussetzung erwägt, betonte er, dass die SEC die Zulassung des Fonds als automatisch nach Bundesrecht anerkennen sollte.
MEHR LESEN:
In dem Schreiben wurden auch Bedenken darüber geäußert, dass die Kommission in der Vergangenheit ähnliche Verfahrenstaktiken angewandt hat, um andere Vorschläge zu verzögern, oft ohne dass Monate oder Jahre lang Folgemaßnahmen ergriffen wurden. Grayscale bezeichnete diese Verzögerungen als inakzeptabel und unvereinbar mit dem Geist der Dodd-Frank-Reformen, die die 240-Tage-Regel eingeführt haben.
Drängen auf Klarheit bei der Krypto-Regulierung
Trotz seiner Frustration würdigte Grayscale die jüngsten Bemühungen der SEC zur Verbesserung der Krypto-Regulierung, einschließlich der Bildung einer speziellen Krypto-Taskforce. Das Unternehmen drückte seinen Wunsch aus, mit der Behörde zusammenzuarbeiten und weiterhin als Ressource für die Gestaltung klarer, anlegerfreundlicher Richtlinien für digitale Vermögenswerte zu dienen.
![]()
