Goldman Sachs Prognose: Fed könnte Zinssenkung überraschend früh einleiten – was das für Märkte bedeutet
Die US-Notenbank steht vor einem Richtungswechsel – und die Märkte sind nicht vorbereitet.
Goldman Sachs-Analysten rechnen mit früheren Zinssenkungen als consensus. Ein Spielwechsel für riskante Assets.
Krypto könnte der größte Profiteur sein. Denn wenn die Liquiditätsspritze kommt, fließt das Geld bekanntlich immer zuerst dorthin, wo die Hebel am größten sind. (Und ja, wir meinen Ihre Leverage-Positionen.)
Die Ironie? Dieselben Banker, die jetzt die Fed-Lockerung prophezeien, werden in 6 Monaten vor ‚überhitzten Märkten‘ warnen. Klassisches Zentralbank-Karussell.
Desinflationstendenzen und Abkühlung auf dem Arbeitsmarkt
Der Chefvolkswirt der US-Notenbank, David Mericle, stellte fest, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im September nun bei „etwas über 50%“ liegt. Er und sein Team rechnen mit fünf Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte, verteilt auf September, Oktober und Dezember dieses Jahres, gefolgt von weiteren Senkungen im März und Juni 2026. Eine Senkung im Juli wird jedoch als unwahrscheinlich angesehen.
Der Bericht wies auch auf subtile Anzeichen einer Abschwächung auf dem Arbeitsmarkt hin. Zwar sind die Beschäftigungszahlen nach wie vor relativ hoch, doch deuten die Indikatoren darauf hin, dass es für Arbeitsuchende schwieriger geworden ist, eine Stelle zu finden. Saisonale Faktoren und die jüngsten Änderungen in der Einwanderungspolitik könnten ebenfalls kurzfristige Abwärtsrisiken für die Beschäftigungsentwicklung darstellen.
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Politische Flexibilität und Zukunftsaussichten
Goldman Sachs betonte, dass die Abwärtskorrektur der Endrate nicht auf einer Neubewertung des langfristigen neutralen Zinssatzes beruht, sondern vielmehr die aktuellen Marktbedingungen und die Interpretationen der politischen Entscheidungsträger widerspiegelt. Mericle räumte ein, dass der tatsächliche neutrale Zinssatz mit Unsicherheit behaftet ist, und deutete an, dass die Fed ihren Zinspfad angesichts der Entwicklung der Wirtschaftsdaten flexibel halten könnte.
Mit dieser aktualisierten Prognose liegt Goldman Sachs an der Spitze der Markterwartungen und geht davon aus, dass die geldpolitische Lockerung noch vor Jahresende beginnen könnte – was in den kommenden Monaten sowohl die Aktien- als auch die Rentenmarktstrategien verändern könnte.
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