Singapore zwingt Multichain nach Mega-Hack in die Liquidation – Justiz macht kurzen Prozess
Ein singapurisches Gericht hat die Zwangsliquidation von Multichain angeordnet – der finale Akt nach einem verheerenden Hack, der die DeFi-Branche erschütterte. Die Entscheidung kommt als böses Erwachen für Investoren, die auf eine Rettung des Cross-Chain-Bridge-Protokolls gehofft hatten.
Hintergrund: Angreifer hatten Multichain 2023 systematisch ausgehöhlt, über 200 Millionen Dollar erbeutet. Trotz Lippenbekenntnissen zur Schadensbegrenzung versank das Projekt in regulatorischer Bedeutungslosigkeit – bis die Justiz jetzt das Steuer übernahm.
Ironie des Schicksals: Ausgerechnet Singapur, die vermeintliche Crypto-Oase mit laschem „Innovation-first“-Regulierungsansatz, zieht die Reißleine. Ein Lehrstück darüber, wie schnell sich vermeintliche Safe-Haven-Jurisdiktionen in Albtraum-Szenarien verwandeln können. Die Gläubiger? Dürfen sich jetzt um die Überreste streiten – Hauptsache, die Anwaltsrechnungen sind gedeckt.
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Sonic Labs hatte wiederholt versucht, mit der Führung der Stiftung in Kontakt zu treten, aber die wichtigsten Mitarbeiter von Multichain, darunter CEO Zhaojun He, sind seit seiner Verhaftung durch die chinesischen Behörden im vergangenen Jahr nicht mehr erreichbar.
In einer öffentlichen Erklärung sagte Sonic-CEO Michael Kong, die Liquidation Sei ein letzter Ausweg gewesen, der aufgrund der Weigerung von Multichain zur Zusammenarbeit notwendig geworden sei. „Dieser Prozess hätte vermieden werden können, wenn Multichain gegenüber den Opfern transparent gewesen wäre“, erklärte Kong auf X.
Die Liquidation könnte anderen betroffenen Nutzern den Weg ebnen, gestohlene Vermögenswerte zurückzufordern. Sonic Labs hatte zuvor erklärt, dass das Gerichtsverfahren nicht nur der Rückforderung der eigenen Gelder diene, sondern auch einen Präzedenzfall für eine umfassendere Rückerstattung schaffen solle.

