Großbritannien prescht vor: Krypto-Regulierung soll digitale Finanzherrschaft sichern
Die Briten legen einen aggressiven Gesetzesentwurf vor – und wollen damit die globalen Spielregeln für Krypto bestimmen. Während die EU sich mit MiCA abmüht, setzt London auf Tempo.
Subheader: Ein regulatorischer Power-Move
Der Entwurf könnte Exchanges und DeFi-Plattformen in ein neues Korsett zwängen – oder ihnen endlich Rechtssicherheit geben. Die FSA spielt dabei Schiedsrichter.
Subheader: Banken zittern, Crypto-Unicorns jubeln
Traditional Finance schäumt über ‚Sonderbehandlung‘ für digitale Assets. Gleichzeitig wittern Blockchain-Startups ihre große Chance – Hauptsache, die Regulierung bleibt ‚light-touch‘.
Closer: Ob‘s klappt? Selbst wenn – die City of London muss erstmal beweisen, dass sie innovativer ist als ihre Steuerparadies-Rhetorik.
Stablecoin-Reform im Senat aufgrund politischer Uneinigkeit ins Stocken geraten
Der vorgeschlagene Rahmen stuft in Großbritannien ausgegebene Stablecoins als Wertpapiere und nicht als E-Geld ein und verlangt die gleichen Offenlegungsvorschriften wie für Kapitalmärkte. Im Ausland ausgegebene Stablecoins sind weiterhin zulässig, jedoch nur über regulierte Plattformen.
DeFi bleibt eine Grauzone. Anbieter von Liquid- und Delegated-Staking müssen sich registrieren lassen, Solo-Staker und reine Schnittstellenplattformen können jedoch ausgenommen werden. Dennoch wachsen die Bedenken darüber, wie weit diese Regeln reichen könnten – insbesondere für schlanke DeFi-Startups, die die Belastung durch die Einhaltung von Bankstandards nicht auffangen können.
Die FCA wird das Regelwerk für Kryptowährungen voraussichtlich bis 2026 fertigstellen. Ziel ist es, ein Gleichgewicht zwischen Innovation und Aufsicht zu finden und gleichzeitig die Ambitionen des Vereinigten Königreichs zu stärken, eine führende Rolle im globalen Markt für digitale Vermögenswerte einzunehmen.

