Bitcoin-Optionen im Wert von 31 Milliarden Dollar stehen vor dem Verfall – Halloween-Volatilität droht!
Der Krypto-Markt steht vor einem entscheidenden Wendepunkt – 31 Milliarden Dollar in Bitcoin-Optionen laufen aus und könnten für turbulente Handelsaktivitäten sorgen.
Marktdynamik unter der Lupe
Massive Optionskontrakte nähern sich ihrem Verfallsdatum und setzen institutionelle wie private Investoren unter Druck. Die ungewöhnliche Konzentration von Derivatpositionen schafft ein explosives Umfeld – perfekt timing für Halloween, aber potenziell gruselig für Portfolios.
Analysten erwarten heftige Preisschwankungen, während Händler ihre Positionen anpassen. Traditionelle Finanzinstitute beobachten das Spektakel aus sicherer Entfernung – schließlich ist Halloween für sie nur ein weiterer Grund, Gebühren zu kassieren.
Die nächsten Tage werden zeigen, ob der Markt diesen Sturm übersteht oder ob die Geister der Volatilität ihr Unwesen treiben.
Deribit und CME führen die Entwicklung an
Die Krypto-Börse Deribit, die in diesem Jahr von Coinbase übernommen wurde, hält mit einem Wert von etwa 14 Milliarden US-Dollar den größten Anteil dieser auslaufenden Kontrakte. Die Chicago Mercantile Exchange (CME) folgt dicht dahinter mit weiteren 13,5 Milliarden US-Dollar an ausstehenden Bitcoin-Optionen, die nächste Woche fällig werden.
Der Chief Commercial Officer von Deribit sagte, die Börse habe einen neuen Meilenstein erreicht, da das Open Interest nun mehr als 50 Milliarden US-Dollar bei über 450.000 aktiven Kontrakten betrage – mehr als doppelt so viel wie zu Beginn des Jahres 2024. Er wies auf eine starke Zunahme von Put-Optionen um den Ausübungspreis von 100.000 US-Dollar hin, was auf Wetten auf einen möglichen Rückgang hindeutet, während eine ähnliche Häufung von Call-Optionen um 120.000 US-Dollar darauf hindeutet, dass einige Händler eine Erholung oder erhöhte Volatilität erwarten.
Historisch gesehen haben große Optionsverfälle dazu geführt, dass die Volatilität vor dem Ereignis gedämpft blieb und dann in den folgenden Tagen zu stärkeren Kursschwankungen führte. Analysten warnen, dass selbst nach dem Schuldenabbau im Oktober die Verschuldung im System hoch bleibt – was bedeutet, dass es zu einer weiteren Welle von Zwangsliquidationen kommen könnte, wenn die Preise zu fallen beginnen.
Solche Kaskadenereignisse treten auf, wenn gehebelte Long-Positionen in schneller Folge liquidiert werden, wobei jede einzelne Position die nächste auslöst, wenn die Preise fallen und die Liquidität versiegt.
Makroökonomische Faktoren erhöhen den Druck
Über den Derivatemarkt hinaus beobachten Händler auch die US-Makrodaten und die Geldpolitik. Der durch den Regierungsstillstand verzögerte Verbraucherpreisindex wurde gerade veröffentlicht, während sich die Aufmerksamkeit nun auf die Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) in der nächsten Woche richtet. Laut dem CME FedWatch Tool preisen die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von 97 % für eine weitere Zinssenkung ein.
Die ETF-Ströme spiegeln die sich wandelnde Stimmung wider. Nach starken Zuflüssen in Höhe von 2,7 Milliarden US-Dollar Anfang Oktober verzeichnete der Markt nach der Liquidationswelle Mitte des Monats Abflüsse in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar. In dieser Woche haben sich die Zuflüsse stabilisiert, wobei Bitcoin-Fonds laut Daten von Farside Investors etwa 356 Millionen US-Dollar angezogen haben.
Angesichts der zahlreichen gleichzeitig auslaufenden Derivate und der nach wie vor unsicheren makroökonomischen Bedingungen bereiten sich die Händler auf eine weitere volatile Phase vor, die darüber entscheiden könnte, ob die nächste große Bewegung von Bitcoin nach oben oder nach unten geht.
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