Ripple betont keine formellen Verbindungen zu Linqto – SEC und DOJ untersuchen mutmaßliche Aktienkursmanipulation
Ripple-CEO Brad Garlinghouse hat die wachsenden Bedenken von Investoren angesprochen, die in den regulatorischen Sturm um Linqto geraten sind.
Linqto ist eine Plattform für private Investitionen, die über Sekundärmärkte Zugang zu Aktien des Krypto-Zahlungsunternehmens verkauft.
In einem Beitrag auf X am 2. Juli stellte Garlinghouse klar, dass Ripple nie eine formelle Beziehung zu Linqto hatte und das Unternehmen keine direkten Aktienverkäufe an die Plattform autorisiert hat.
Seinen Worten zufolge:
„Aus unseren Unterlagen geht hervor, dass Linqto 4,7 Millionen Ripple-Aktien besitzt, die ausschließlich auf dem Sekundärmarkt von anderen Ripple-Aktionären gekauft wurden (niemals direkt von Ripple).“
Garlinghouse fügte hinzu, dass Ripple Ende 2024 die Genehmigung für Linqto-bezogene Sekundärtransaktionen einstellte, da Bedenken hinsichtlich der Praktiken der Plattform wuchsen.
Seine Aussagen spiegeln frühere Bemerkungen von Ripple-CTO David Schwartz wider, der erklärte, dass Linqto-Kunden keine Ripple-Aktien direkt besaßen. Stattdessen hielten sie Anteile an einer juristischen Person, einem sogenannten Special-Purpose Vehicle (SPV), das Ripple-Aktien besaß.
Schwartz sagte:
„Das System funktioniert so, dass man nicht direkt die Aktien besitzt, sondern einen Anteil an einer juristischen Person, die die Aktien hält. Wenn man also Z Aktien ,gekauft‘ hat, besitzt man einen X-Anteil an einer juristischen Person mit Y Aktien, wobei X*Y=100.“
Ermittlungen gegen Linqto
Die Kontroverse um Linqto kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC und das US-Justizministerium (DOJ) Linqto wegen möglicher Verstöße gegen Wertpapiergesetze untersuchen.
Berichten zufolge steht der ehemalige Linqto-CEO William Sarris unter Beobachtung, weil er mutmaßlich Ripple-Aktienkurse um über 60 % aufgebläht und ohne ordnungsgemäße Genehmigung verkauft haben soll.
Die Ermittlungen konzentrieren sich auch auf den Verkauf von Aktien an nicht akkreditierte Investoren. Der pro-Krypto-Anwalt John Deaton warnte, dass dies eine erhebliche regulatorische Herausforderung für Linqto darstellen könnte.
Deaton behauptete, dass etwa 11.500 Linqto-Nutzer SPV-Anteile gekauft hätten, in der Annahme, es handele sich um echte Ripple-Aktien. Davon seien etwa 5.000 nicht akkreditierte Investoren, was die Bedenken hinsichtlich der Einhaltung der SEC-Vorschriften verstärke.
Er schrieb:
„Es handelt sich nicht um Ripple-Aktien im eigentlichen Sinne (wie viele glaubten, annahmen oder angeblich glauben gemacht wurden), sondern um Anteile an einem SPV, das die Ripple-Aktien besitzt. Mir wurde gesagt, dass 4-5.000 dieser SPV-Ripple-Investoren nicht akkreditiert sind, was dies zu einem regulatorischen Albtraum macht.“
Unterdessen hat das neue Management des Unternehmens, das nach einer Reihe von Fehltritten die Führung übernahm, die Schwere der Situation anerkannt. Es bestätigte, dass Kundengelder im Februar eingefroren wurden, und deutete an, dass ein Chapter-11-Insolvenzantrag Investoren in einer prekären Position als ungesicherte Gläubiger zurücklassen könnte.
Übersetzt von CryptoH0und
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