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Binance und 89 weitere Unternehmen: Noch immer keine MiCA-Lizenz – Countdown läuft (Januar 2026)

Binance und 89 weitere Unternehmen: Noch immer keine MiCA-Lizenz – Countdown läuft (Januar 2026)

Published:
2026-01-20 12:13:01
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In nur noch 10 Monaten müssen Krypto-Unternehmen entweder eine europäische MiCA-Zulassung vorweisen oder ihre Türen schließen. Während einige Player bereits autorisiert sind, harren 90 Unternehmen – darunter der Riese Binance – in regulatorischer Ungewissheit. Die AMF (französische Finanzmarktaufsicht) drängt auf Transparenz und schließt lax regulierte Firmen aus. MiCA wird das französische Krypto-Landschaft nachhaltig verändern – zugunsten solider, gut kapitalisierter Akteure.

Eine göttliche Hand schwingt ein 'MiCA'-Schwert über Frankreich, während verängstigte Kryptowährungen am Rand klammern.

Warum steht Binance im Fokus der MiCA-Debatte?

Binance, seit 2022 in Frankreich registriert, hat seine MiCA-Zulassung noch nicht erhalten. Diese Situation ist symptomatisch: Rund 90 Unternehmen operieren weiterhin in regulatorischer Grauzone. Laut Stéphane Pontoizeau von der AMF haben etwa 30% der Unternehmen ihre Unterlagen eingereicht, 40% haben noch nicht gehandelt, und 30% geben kein Lebenszeichen von sich. Binance sucht unterdessen nach europäischen Lösungen, um schneller eine Zulassung zu erhalten. Frankreich zeigt jedoch klare Kante: Unternehmen aus laschen Jurisdiktionen könnten gesperrt werden.

Was bedeutet MiCA für den europäischen Kryptomarkt?

MiCA (Markets in Crypto-Assets Regulation), 2023 verabschiedet, markiert einen historischen Bruch in der europäischen Regulierung. Hinter dem Versprechen eines harmonisierten Rahmens verbergen sich strikte Pflichten: Mindestkapitalanforderungen, solide Governance, Umwelttransparenz und Whitepaper für jeden Asset. Ab Dezember 2024 dürfen nur noch zugelassene Anbieter (PSCA) operieren. Eine Übergangsfrist läuft bis Juni 2026 – doch die Uhr tickt. Für Frankreich ist MiCA ein Sieb, das seriöse Akteure von opportunistischen Projekten trennen soll.

Wie reagieren Startups auf die MiCA-Herausforderungen?

In Frankreich haben bisher nur 70 Unternehmen ihre MiCA-Zulassung erhalten, darunter Deblock, Bitstack und Caceis. Für Startups gleicht der Weg zur Zulassung einem Hindernislauf: Kapitalanforderungen, Compliance-Prozesse und verstärkte Audits stellen hohe Hürden dar. Einige erwägen, Zulassungen in anderen, flexibleren EU-Ländern zu beantragen. Die AMF warnt jedoch: Der Zugang zum französischen Markt könnte diesen Unternehmen verwehrt bleiben. MiCA soll Investoren schützen und gleichzeitig Innovationsraum lassen – ein Balanceakt, der die Branche vor enorme Herausforderungen stellt.

MiCA in Zahlen (Stand Januar 2026):

  • 90 Unternehmen ohne Zulassung
  • Nur 30% haben Unterlagen bei der AMF eingereicht
  • 70 bereits zugelassene Unternehmen
  • Juni 2026: Ende der Übergangsfrist

Die Spannung ist greifbar. Einige im französischen Finanzministerium halten MiCA sogar für zu lasch und plädieren für strengere Regeln. Frankreich, traditionell regulatorisch rigoros, will diesen Diskurs mitprägen. Das Ringen zwischen Innovation und Stabilität geht in die nächste Runde.

Häufig gestellte Fragen zu MiCA

Was passiert mit Unternehmen ohne MiCA-Lizenz nach Juni 2026?

Sie müssen ihre Dienstleistungen in der EU einstellen. Die AMF verlangt von nicht konformen Unternehmen einen geordneten Exit-Plan.

Können sich Unternehmen in "laxeren" EU-Ländern registrieren?

Theoretisch ja, doch Frankreich droht mit Marktsperren für solche Unternehmen. Die AMF betont, dass MiCA EU-weit harmonisiert werden soll.

Warum zögern so viele Unternehmen mit der Antragstellung?

Die hohen Kapitalanforderungen und komplexen Compliance-Prozesse stellen besonders für Startups eine Hürde dar. Einige scheinen die Dringlichkeit noch nicht erkannt zu haben.

|Square

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