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Lula kritisiert US-Zölle auf Brasilien als „falsche Lösung“ – Artikel im NYT richtet sich direkt an Trump (15.09.2025)

Lula kritisiert US-Zölle auf Brasilien als „falsche Lösung“ – Artikel im NYT richtet sich direkt an Trump (15.09.2025)

Published:
2025-09-15 12:14:02
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Brasiliens Präsident Lula da Silva hat in einem brisanten Gastbeitrag für die New York Times die jüngsten US-Zölle auf brasilianische Produkte scharf kritisiert. In dem am Sonntag veröffentlichten Artikel argumentiert er, dass protektionistische Maßnahmen keine nachhaltige Lösung für amerikanische Wirtschaftsprobleme seien. Stattdessen plädiert er für multilateralen Handel – eine klare Botschaft an den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, der die Strafzölle verhängt hatte. Die Spannungen zwischen beiden Ländern erreichen damit einen neuen Höhepunkt.

Warum kritisiert Lula die US-Zölle so scharf?

In seinem emotionalen Beitrag bezeichnet Lula die von TRUMP verhängten Importzölle als „wirtschaftlich unsinnig und politisch motiviert“. Er verweist auf Handelsdaten, die ein klares Ungleichgewicht zugunsten der USA zeigen: „Die Zahlen sprechen für sich – die USA haben seit Jahren einen Handelsüberschuss mit Brasilien. Diese Zölle sind kein wirtschaftlicher Akt, sondern politisches Theater.“ Besonders pikant: Lula behauptet, der US-Vizeaußenminister Christopher Landau habe in privaten Gesprächen mit brasilianischen Geschäftsleuten die politische Motivation der Maßnahmen zugegeben.

Wie argumentiert Lula für den Multilateralismus?

Der brasilianische Präsident stellt sich als Verfechter des freien Handels dar: „Die Wiederbelebung amerikanischer Arbeitsplätze ist legitim, aber Einzelaktionen gegen Handelspartner sind der falsche Weg.“ Stattdessen fordert er eine Rückkehr zu multilateralen Lösungen: „Der WTO-Rahmen bietet bessere Instrumente für fairen Ausgleich. Wir sollten die globale Handelsarchitektur stärken, nicht schwächen.“ Interessanterweise erwähnt er nicht, dass gerade die USA unter Trump die WTO massiv blockiert hatten.

Welche Rolle spielt der Bolsonaro-Prozess in dem Konflikt?

Trump hatte die Zölle teilweise mit dem laufenden Prozess gegen Ex-Präsident Bolsonaro begründet, den er als „Hexenjagd“ bezeichnete. Lula kontert scharf: „Unser Oberstes Gericht hat nur seine verfassungsmäßige Pflicht erfüllt. Nach 20 Jahren Militärdiktatur wissen wir, wie wichtig unabhängige Justiz ist.“ Die deutliche Sprache zeigt: Für Lula geht es hier um mehr als Handelszölle – es ist ein Kampf um demokratische Prinzipien.

Wie steht es aktuell um die bilateralen Beziehungen?

Der Artikel offenbart den frostigen Zustand der Beziehungen: „Es gibt derzeit keine offiziellen Verhandlungskanäle“, räumt Lula ein. In einem Reuters-Interview betonte er, er werde sich „nicht demütigen“, nur um mit Trump zu sprechen. Dennoch zeigt der NYT-Beitrag, dass Lula den Dialog nicht ganz aufgegeben hat – wenn auch auf seine Bedingungen. Experten sehen darin eine klassische Lula-Strategie: Konfrontation mit Angebot kombinieren.

Gibt es noch gemeinsame Interessen zwischen beiden Ländern?

Trotz aller Differenzen betont Lula mögliche Kooperationsfelder: „Ideologische Unterschiede sollten uns nicht daran hindern, in Bereichen wie Klimaschutz oder Technologie zusammenzuarbeiten.“ Er beschwört die Tradition der bilateralen Beziehungen: „Brasilien und die USA sind große Nationen, die sich respektieren sollten.“ Ob dieser Appell bei Trump Gehör findet, bleibt fraglich – immerhin steht dessen Wahlkampf ganz im Zeichen des „America First“.

Wie reagiert die Wirtschaft auf die Zölle?

Brasilianische Exporteure bereiten sich auf harte Zeiten vor. „Die Stahl- und Agrarexporte werden besonders getroffen“, erklärt ein BTCC-Marktanalyst. Daten von TradingView zeigen bereits erste Auswirkungen auf Wechselkurse. Interessanterweise könnte die Krise auch Chancen bieten: „China und die EU könnten die Lücke füllen“, so der Experte weiter. Für multinationale Unternehmen bedeutet das neue Handelsgeflecht allerdings massive Umstellungen.

Was bedeutet das für die Zukunft der Handelsbeziehungen?

Der Konflikt markiert einen Tiefpunkt in den seit Jahren angespannten Beziehungen. „Solange Trump politischen Einfluss hat, wird sich wenig ändern“, meint ein Diplomat unter Berufung auf Coinmarketcap-Daten zur Handelsentwicklung. Lulas Artikel zeigt jedoch, dass Brasilien nicht gewillt ist, sich einseitigen Maßnahmen zu beugen. Die nächsten Monate werden zeigen, ob wir eine Eskalation oder überraschende Entspannung erleben.

Fragen und Antworten zum Handelskonflikt

Welche Produkte sind von den US-Zöllen betroffen?

Die US-Zölle treffen vor allem brasilianischen Stahl, Aluminium und landwirtschaftliche Produkte wie Orangensaft und Kaffee. Besonders schmerzhaft: Einige Sonderzölle liegen bei bis zu 30%.

Hat Lula versucht, direkt mit Trump zu verhandeln?

Nein. Lula betont, er werde „keine demütigenden Gesten“ machen, nur um ein Gespräch zu erreichen. Bisher fanden nur Gespräche auf Ministerebene statt.

Wie hoch ist das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern?

Laut aktuellen Daten betrug der bilaterale Handel 2024 etwa 78 Milliarden US-Dollar, mit einem leichten Überschuss für die USA.

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