Ist Ripple in Gefahr? Garlinghouse äußert sich zum Linqto-Skandal

In einer neuen Entwicklung steuert Linqto, eine Investmentplattform, die für den Handel mit Anteilen privater Unternehmen wie Ripple bekannt ist, offenbar auf die Insolvenz zu. Laut einem Bericht des Wall Street Journal vom 30. Juni wird das Unternehmen zudem sowohl von der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC als auch vom Justizministerium wegen seiner Verkaufspraktiken untersucht.
Linqto machte sich einen Namen, indem es Privatanlegern Zugang zu Aktiengeschäften bot, die normalerweise wohlhabenden Investoren vorbehalten sind. Doch nun, da die rechtlichen Probleme zunehmen, hat Ripple-CEO Brad Garlinghouse Klarheit über die Verbindung zwischen Ripple und dem Unternehmen geschaffen.
Garlinghouse reagierte auf Bedenken der XRP-Community und Ripple-Unterstützer, die befürchteten, ihre über Linqto erworbenen Ripple-Anteile könnten gefährdet sein. In einem Beitrag in den sozialen Medien stellte er klar:
„Linqto besitzt 4,7 Millionen Ripple-Anteile, die ausschließlich auf dem Sekundärmarkt von bestehenden Ripple-Aktionären gekauft wurden – niemals direkt von Ripple.“
Okay, es scheint, mein Beitrag hat einige Fragen aufgeworfen – zunächst einmal sind XRP und Ripple-Aktien zwei völlig verschiedene Dinge. Dieser Beitrag bezieht sich NUR auf Ripple-Aktien. Linqto ist ein völlig separates Unternehmen, das Ripple-Anteile von einigen unserer bestehenden Aktionäre gekauft hat. Es sollte…
— Brad Garlinghouse (@bgarlinghouse) 2. Juli 2025
Er erklärte, dass Ripple nie eine Geschäftsbeziehung mit Linqto hatte und das Unternehmen Ende 2024 angesichts wachsender Bedenken die Genehmigung für Sekundärmarktkäufe über Linqto einstellte.
Nachdem sein Beitrag Aufmerksamkeit erregt hatte, präzisierte Garlinghouse den Unterschied zwischen XRP-Token und Ripple-Aktien und betonte, dass dieses Problem nur die von Linqto gehaltenen Ripple-Aktien betrifft, nicht die Kryptowährung selbst.
„Ich habe keine Ahnung, wie Linqto seine Kunden verwaltet oder ‚repräsentative Einheiten‘ von Ripple-Aktien verkauft hat. Was ich bestätigen kann, ist, dass Linqto diese 4,7 Millionen Anteile besitzt, und die gute Nachricht ist, dass ihr Wert im Laufe der Zeit gestiegen ist“, fügte Garlinghouse hinzu.
Während die Zukunft von Linqto ungewiss bleibt – mit Insolvenzgerüchten und laufenden Bundesermittlungen – bot Garlinghouses Botschaft Ripple-Investoren etwas Beruhigung. Das WSJ berichtete zudem, dass das Unternehmen möglicherweise eine Restrukturierung anstrebt.
Für den Moment distanziert sich Ripple weiter von dem angeschlagenen Investmentunternehmen und macht deutlich, dass seine eigenen Geschäfte und der Aktienwert nicht von den rechtlichen und finanziellen Problemen Linqtos betroffen sind.
Übersetzt von BlockCh4inX