Dinari erhält Broker-Dealer-Lizenz für tokenisierte Aktien in den USA
Dinari hat für seine Tochtergesellschaft eine US-Broker-Dealer-Registrierung erhalten und ist damit die erste Plattform, die blockchain-basierte Anteile börsennotierter Unternehmen an inländische Anleger anbieten darf, wie Reuters am 26. Juni berichtete.
Das in San Francisco ansässige Unternehmen gab an, dass es die lizenzierte Einheit im nächsten Quartal aktivieren wird, nachdem die Onboarding-Prozesse mit der Securities and Exchange Commission (SEC) abgeschlossen sind.
Dinari vertreibt bereits „dShares“ auf Coinbases Base-Netzwerk an Nutzer außerhalb der USA. Die neue Genehmigung ermöglicht es dem Unternehmen, dasselbe Produkt amerikanischen Brokeragen und Fintech-Apps über APIs anzubieten – und nicht über ein direktes Verbraucherportal.
CEO Gabriel Otte sagte, das Unternehmen habe nicht näher bezeichnete Integrationspartner an Bord und werde Trades an registrierte Marktplätze weiterleiten, während die Token-Emissionen auf einer öffentlichen Blockchain abgewickelt werden.
Tokenisierte Aktien
Die Tokenisierung von Aktien wandelt konventionelle Anteile in übertragbare digitale Token um, die auf einer Blockchain aufgezeichnet werden.
Befürworter argumentieren, dass diese Struktur Clearing-Gebühren senkt, die Abwicklung nahezu in Echtzeit beschleunigt und den Handel rund um die Uhr ermöglicht.
Dinari’s Registrierung erfüllt langjährige SEC-Anforderungen, wonach der Sekundärhandel mit Wertpapieren – ob tokenisiert oder nicht – über lizenzierte Vermittler abgewickelt werden muss.
Auch Coinbase und Kraken verfolgen diesen Ansatz. Kraken kündigte die Einführung eines, während Coinbase kürzlich, um dasselbe Angebot zu machen.
Wettbewerbsumfeld und verbleibende Hürden
Trotz des Engagements von Unternehmen, tokenisierte Aktien anzubieten, bestehen weiterhin Hindernisse. Das Weltwirtschaftsforum wies letzten Monat auf geringe Liquidität in Sekundärmärkten und das Fehlen einheitlicher technischer Standards als Haupthemmnisse für die breite Nutzung hin.
Otte räumte diese Lücken ein, sagte aber, Dinari’s On-Chain-Abwicklungsrahmen solle als Vorlage dienen, auf die Regulierungsbehörden und Branchengruppen bei der Erstellung von Interoperabilitätsrichtlinien verweisen können.
Im Gegensatz zu Retail-Brokeragen wie Robinhood oder Charles Schwab integriert Dinari seine Handels- und Verwahrungsinfrastruktur in Drittplattformen.
Otte beschrieb die Strategie als „White-Label-Rails“-Modell, das Fintech-Firmen ermöglichen soll, tokenisierte Aktien in bestehende Mobile Apps einzubinden, ohne eine Blockchain-Infrastruktur selbst aufbauen zu müssen.
Dinari’s Broker-Dealer wird mit dem Kundentesting beginnen, sobald die erforderlichen Kontrollstandort-Bestätigungen und Tresor-Integrationen gemäß SEC Rule 15c3-3 abgeschlossen sind. Das Unternehmen kündigte an, aktualisierte technische Spezifikationen für seinen ERC-20-basierten Aktienvertrag vor dem US-Start zu veröffentlichen.
Übersetzt von BlockCh4inX
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