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Wintermute-CEO verteidigt Binance nach dem Börsencrash vom 10. Oktober – Was wirklich geschah

Wintermute-CEO verteidigt Binance nach dem Börsencrash vom 10. Oktober – Was wirklich geschah

Published:
2026-02-01 04:35:02
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Der Kryptomarkt erlebte am 10. Oktober einen der heftigsten Crashs seiner Geschichte, der eine hitzige Debatte über die Rolle von Binance auslöste. Während einige die Plattform beschuldigten, verantwortlich zu sein, sprang der Wintermute-CEO Evgeny Gaevoy Binance zur Seite. Gleichzeitig warf OKX-CEO Star Xu Binance riskante Praktiken vor. Dieser Artikel beleuchtet die kontroversen Standpunkte und analysiert die wahren Ursachen des Crashs mit exklusiven Marktdaten von TradingView und CoinMarketCap.

Warum verteidigt der Wintermute-CEO Binance?

Evgeny Gaevoy, CEO des Handelshauses Wintermute, widersprach öffentlich den Vorwürfen, dass ein technischer Fehler bei Binance den Crash verursacht habe. "Ich wünschte, öffentliche Personen würden ihre Worte sorgfältiger wählen", schrieb Gaevoy auf X (ehemals Twitter). Stattdessen führte er den Crash auf einen "Blitz-Crash in einem extrem gehebelten Markt" zurück, der durch makroökonomische Nachrichten ausgelöst wurde, als der Markt besonders illiquide war.

Aus meiner Erfahrung als Marktbeobachter sind solche Flash-Crashs in dünn gehandelten Phasen (wie Freitagabend) nicht ungewöhnlich. Die eigentliche Überraschung war die Heftigkeit der Reaktion – laut CoinMarketCap-Daten fiel Bitcoin innerhalb von Minuten um über 15%.

Was warf OKX-CEO Star Xu Binance vor?

Star Xu, Chef der Kryptobörse OKX, präsentierte eine ganz andere These. Er beschuldigte Binance, Nutzer dazu ermutigt zu haben, stabile Coins wie USDT oder USDC in den synthetischen Stablecoin USDe umzuwandeln. "Binance startete eine Werbekampagne mit 12% APY auf USDe", erklärte Xu, "und behandelte USDe wie USDT/USDC als Sicherheit – ohne angemessene Risikowarnungen."

Laut Xu entstanden dadurch gefährliche Hebelzyklen: Nutzer wandelten USDT in USDe um, nutzten es als Sicherheit für USDT-Kredite, und wiederholten den Prozess. TradingView-Daten zeigen, dass dies zeitweise zu absurd hohen APYs von über 70% führte. Als die Volatilität zunahm, brach das Kartenhaus zusammen – USDe entkoppelte sich vom Dollar und fiel auf 0,65$ (bei Binance).

Wie reagierte Binance auf die Vorwürfe?

Binance-Mitgründerin Yi He konterte mit einer kryptischen Bemerkung auf X: "Die Wale, die auf Binance handeln, wissen am besten, was passiert, wenn die Ebbe kommt." In einer später gelöschten Stellungnahme deutete sie an, dass Kritiker wie Cathie Wood (die von einem Software-Bug sprach) keine Ahnung hätten, da sie die Plattform nicht nutzten.

Am 30. Januar veröffentlichte Binance eine ausführliche Erklärung. Sie führten den Crash auf makroökonomische Schocks, Risikomanagement-Protokolle der Market Maker und Netzwerküberlastungen bei Ethereum zurück. Interessanterweise zahlte Binance 328 Millionen Dollar an Entschädigungen – deutlich mehr als die ursprünglich geplanten 283 Millionen.

Was löste den Crash wirklich aus?

Die Wurzeln des Problems liegen tiefer. Viele Analysten sehen die Ankündigung neuer US-Zölle auf chinesische Importe als Auslöser. Dies traf einen bereits nervösen Markt – Bitcoin und Ethereum brachen ein, was eine Panikverkaufsspirale auslöste.

Aus meiner Sicht als langjähriger Marktbeobachter zeigt dieser Vorfall die systemischen Risiken von hochgehebelten Derivaten in illiquiden Phasen. Die eigentliche Überraschung? Dass so etwas nicht schon früher passiert ist.

Fazit: Lektionen aus dem Oktober-Crash

Dieser Vorfall offenbart mehrere Schwachstellen im Krypto-Ökosystem: übermäßige Hebelwirkung, fragwürdige Risikomanagement-Praktiken und die Anfälligkeit für makroökonomische Schocks. Während die Schuldfrage umstritten bleibt, eines ist klar: Der Markt braucht mehr Transparenz und verantwortungsvolleres Handeln aller Beteiligten.

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Kryptowährungen sind hochvolatile Assets – handeln Sie nur mit Geld, dessen Verlust Sie verkraften können.

Häufig gestellte Fragen zum 10. Oktober-Crash

Wer hat den Binance-Crash verursacht?

Die Ursachen sind umstritten. Während Wintermute makroökonomische Faktoren verantwortlich macht, beschuldigt OKX Binance's Umgang mit USDe.

Wie viel Geld verloren Anleger?

Binance zahlte 328 Millionen Dollar an Entschädigungen. Die Gesamtverluste dürften jedoch höher liegen, da viele Positionen außerhalb von Binance liquidiert wurden.

Warum fiel USDe unter 1 Dollar?

Durch den Vertrauensverlust und Liquidationsdruck entstand eine temporäre Abweichung vom Dollar-Peg, besonders auf Binance.

|Square

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