Tesla warnt vor schwächeren Lieferzahlen: Analysten prognostizieren zweiten Verkaufsrückgang in Folge für 2025
- Wie sehen die aktuellen Lieferprognosen für Tesla aus?
- Steht Tesla vor dem zweiten Verkaufsrückgang in Folge?
- Warum bricht der Batterielieferant L&F den Tesla-Deal ab?
- Wie reagieren die Märkte auf die Tesla-News?
- Fragen und Antworten zu Teslas aktueller Situation
Die Elektroauto-Pioniere bei Tesla stehen vor einer entscheidenden Weichenstellung. Aktuelle Analystenprognosen deuten auf einen alarmierenden Trend hin: Zum zweiten Mal in Folge könnte der Absatz des kalifornischen Herstellers schrumpfen. Gleichzeitig bricht ein wichtiger Batterielieferant einen Milliarden-Deal AB – ein doppelter Schlag für Elon Musks Unternehmen.
Wie sehen die aktuellen Lieferprognosen für Tesla aus?
Die neuesten Zahlen, die Tesla selbst veröffentlicht hat, lassen wenig Raum für Optimismus. Analysten erwarten für das letzte Quartal 2025 etwa 422.850 Fahrzeugauslieferungen – ein Rückgang von satten 15% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Selbst die optimistischere Bloomberg-Schätzung von 445.061 Einheiten würde noch einen Verlust von 10% bedeuten. Interessanterweise veröffentlicht Tesla diese Prognosen seit Jahren intern, macht sie aber erst jetzt der Öffentlichkeit zugänglich.
Steht Tesla vor dem zweiten Verkaufsrückgang in Folge?
Die Gesamtbilanz für 2025 sieht kaum besser aus. Experten rechnen mit rund 1,6 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen – ein Minus von 8% gegenüber 2024. Der Abschwung begann bereits Anfang des Jahres, als Tesla die Produktion stoppen musste, um die Fertigungslinien für das populäre Model Y umzurüsten. Politische Kontroversen um CEO Elon Musk taten ihr Übriges.
Ein Lichtblick war das dritte Quartal: Hier knackte Tesla mit Hilfe des auslaufenden US-Steuerbonus von 7.500 Dollar noch einmal Rekordzahlen. Als der Anreiz wegfiel, versuchte das Unternehmen mit günstigeren Basisversionen des Model Y und Model 3 gegenzusteuern – allerdings mit begrenztem Erfolg.
Warum bricht der Batterielieferant L&F den Tesla-Deal ab?
Parallel zu den Absatzproblemen kommt ein weiteres Ärgernis auf Tesla zu: Der südkoreanische Batteriehersteller L&F hat einen 2,67-Milliarden-Dollar-Vertrag praktisch gekündigt. Das Volumen wurde um 99% auf lächerliche 9,73 Millionen Won reduziert. Offizieller Grund: "Änderungen der bestellten Menge".
Hintergrund ist wohl das mehrfach verschobene Cybertruck-Projekt, das viele Kunden zu anderen Tesla-Modellen greifen ließ. Auch wegfallende Subventionen durch den Inflation Reduction Act spielen eine Rolle. L&F betont zwar, dass andere Geschäfte (etwa mit LG Energy Solutions) unbeeinträchtigt bleiben – für Tesla ist der Imageschaden jedoch beträchtlich.
Wie reagieren die Märkte auf die Tesla-News?
Erstaunlicherweise halten sich die Kursverluste in Grenzen. Zwar brachen die L&F-Aktien nach der Ankündigung um 11% ein, Teslas Papiere stehen im Jahresvergleich aber immer noch 14% im Plus. Allerdings bleibt das hinter der Performance des S&P 500 (17%) zurück. "Die Märkte scheinen Teslas Transformationsphase noch immer viel Goodwill entgegenzubringen", kommentiert ein BTCC-Analyst.
Fragen und Antworten zu Teslas aktueller Situation
Wie viele Fahrzeuge wird Tesla 2025 voraussichtlich liefern?
Analysten prognostizieren etwa 1,6 Millionen Auslieferungen für das Gesamtjahr 2025 – ein Rückgang von 8% gegenüber 2024.
Warum wurde der Batterieliefervertrag mit L&F gekündigt?
Hauptgrund sind wohl die verschobenen Cybertruck-Pläne und geänderte Bestellmengen. Der ursprüngliche 2,67-Milliarden-Dollar-Deal wurde um 99% reduziert.
Wie entwickeln sich Teslas Aktien trotz der Negativmeldungen?
Erstaunlich robust: Im Jahresvergleich liegt der Kurs immer noch 14% höher, wenn auch unter dem S&P-500-Durchschnitt.