CoinDCX-Gründer im Fokus: Ermittlungen zu groß angelegtem Krypto-Identitätsbetrug

Die Polizei hat kürzlich die Mitgründer der indischen Kryptobörse CoinDCX im Rahmen einer laufenden Ermittlung verhört. Die Behörden gaben an, dass sowohl Sumit Gupta als auch Neeraj Khandelwal auf einer Polizeiwache in Bengaluru befragt wurden. Die aktuellen Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit einer Anzeige in Thane, bei der mehrere Personen in einer Erstinformation (FIR) namentlich genannt wurden.

Laut der Anzeige gaben sich Betrüger als CoinDCX-Mitarbeiter aus und überredeten ahnungslose Opfer, in ein gefälschtes Krypto-Investmentprogramm zu investieren.
Sie versprachen Renditen von etwa 10–12 % und nutzten sogar Werbematerialien, um legitim zu erscheinen. Ein Opfer, ein Versicherungsberater, gab an, dass er und zwei weitere Personen zwischen August 2025 und März 2026 insgesamt 71,6 Lakh Rupien (ca. 71.600 Euro) verloren hätten.
Die Opfer berichteten, sie seien auf eine Plattform namens CoinDCX.pro geleitet worden, die fälschlicherweise als mit dem echten Unternehmen verbunden dargestellt wurde. Nach den Investitionen konnten sie ihre Gelder nicht abheben, und die mutmaßlichen Betrüger waren nicht mehr erreichbar.
CoinDCX weist Vorwürfe zurück
Die Plattform bestreitet jede Beteiligung an dem Betrug. Das Unternehmen erklärte, die FIR, die ihre Gründer nennt, sei falsch und Teil eines größeren Identitätsbetrugs, der auf die Kryptomarke abziele.
„Die gegen unsere Mitgründer eingereichte FIR ist falsch und Teil einer Verschwörung gegen CoinDCX durch Personen, die sich als Gründer von CoinDCX ausgeben und die Öffentlichkeit betrügen. Wir haben dies zur Kenntnis genommen und auf unserer Website eine Warnung an die Öffentlichkeit veröffentlicht, dass CoinDCX …“
— CoinDCX : India Ka Crypto Coach (@CoinDCX) 21. März 2026Das Unternehmen erläuterte weiter, dass Betrüger sich als Führungskräfte des Unternehmens ausgeben und die Öffentlichkeit in die Irre führen. Es stellte klar, dass der Beschwerdeführer keine Verbindung zur offiziellen Plattform habe und bestätigte, dass CoinDCX keinerlei Franchise- oder Investmentprogramme betreibe. Die Plattform fügte hinzu, sie arbeite mit den Behörden zusammen, um den Fall aufzuklären. Das Unternehmen habe bereits über 1.200 gefälschte Websites, die mit solchen Betrugsmaschen in Verbindung stehen, an die indische Cybersicherheitsbehörde gemeldet.
Der Fall unterstreicht das wachsende Risiko von Identitätsbetrug in der Kryptobranche und die Notwendigkeit für Nutzer, Plattformen vor deren Nutzung sorgfältig zu prüfen.
— Übersetzt von B1tM1ner