Michael Saylor weist Verkaufsgerüchte zurück: MicroStrategy kauft weiter Bitcoin trotz Marktrückgang
- Warum kursierten Verkaufsgerüchte über MicroStrategy?
- Wie reagierte Michael Saylor auf die Spekulationen?
- Wie steht es um MicroStrategys Bitcoin-Bestand?
- Wie robust ist MicroStrategys Finanzlage?
- Wie positioniert sich Saylor zum aktuellen Marktumfeld?
- Fragen und Antworten zu MicroStrategys Bitcoin-Strategie
Als der Bitcoin-Preis letzte Woche unter 94.000 US-Dollar fiel, kursierten schnell Gerüchte, dass MicroStrategy Teile seines riesigen Bitcoin-Bestands verkaufe. Doch CEO Michael Saylor stellte klar: Nicht nur habe das Unternehmen keine BTC verkauft, es habe die Schwächephase sogar genutzt, um weitere 487 Bitcoin hinzuzukaufen. Analysten bestätigen MicroStrategys solide Finanzlage – selbst bei einem weiteren Kurseinbruch.

Warum kursierten Verkaufsgerüchte über MicroStrategy?
Die Spekulationen entzündeten sich, als der Bitcoin-Kurs am Freitag, den 14. November 2025, plötzlich unter die psychologisch wichtige Marke von 94.000 US-Dollar fiel – ein Niveau, das zuletzt vor sechs Monaten getestet worden war. Kleinere, weniger seriöse Twitter-Konten begannen zu behaupten, MicroStrategy würde BTC abstoßen. Diese Gerüchte gewannen an Fahrt, als größere Accounts sie aufgriffen und teilten.
Besondere Aufmerksamkeit erregten mehrere große Bitcoin-Transfers von Adressen, die mit MicroStrategy in Verbindung gebracht werden. Laut Daten von Arkham Intelligence wurden rund 43.415 BTC zwischen verschiedenen Wallets bewegt. "Das sah zunächst nach Verkaufsaktivitäten aus", räumt ein Marktbeobachter ein, "aber solche Bewegungen sind bei MicroStrategy eigentlich Routine."
Wie reagierte Michael Saylor auf die Spekulationen?
Der MicroStrategy-CEO ging schnell in die Offensive. Zunächst dementierte er die Gerüchte auf Twitter, später in einem ausführlichen CNBC-Interview. "Nicht nur haben wir keinen einzigen Bitcoin verkauft", betonte Saylor, "wir haben die Kursdelle genutzt, um unsere Position zu vergrößern."
Tatsächlich hatte das Unternehmen zwischen dem 3. und 9. November weitere 487 BTC für 49,9 Millionen US-Dollar gekauft – zu einem Durchschnittspreis von 102.557 US-Dollar pro Bitcoin. Finanziert wurde der Zukauf durch die Ausgabe von Vorzugsaktien, was eine Verwässerung bestehender Anteile vermied.
Wie steht es um MicroStrategys Bitcoin-Bestand?
Aktuell hält MicroStrategy nach eigenen Angaben 641.692 Bitcoin – mit einem Marktwert von rund 62 Milliarden US-Dollar (Stand: 16. November 2025). Damit bleibt das Unternehmen der größte institutionelle Halter von BTC.
Die jüngst beobachteten großen Transfers erklärte Arkham Intelligence als routinemäßige Custodian-Wechsel. "MicroStrategy rotiert regelmäßig seine Aufbewahrungslösungen", so ein Unternehmenssprecher. "Die Transaktionen sind Teil dieses Prozesses und kein Anzeichen für Verkäufe."
Wie robust ist MicroStrategys Finanzlage?
Laut On-Chain-Analyst Willy Woo besteht für MicroStrategy selbst bei einem deutlichen Kursrückgang kein akutes Liquidationsrisiko. Seinen Berechnungen zufolge läge der kritische Preis, bei dem erste Positionen gefährdet wären, bei etwa 91.502 US-Dollar pro BTC – deutlich unter dem aktuellen Niveau.
"MicroStrategy ist finanziell gut aufgestellt", bestätigt Woo. "Selbst ein 80-prozentiger Einbruch vom aktuellen Niveau würde das Unternehmen nicht zwingen, Bitcoin-Positionen zu schließen." Allerdings weist der Analyst auf ein mögliches Risiko hin: Sollte der Bitcoin-Kurs bis 2028 nicht ausreichend steigen, könnte MicroStrategy bei der Refinanzierung seiner Schulden unter Druck geraten.
Wie positioniert sich Saylor zum aktuellen Marktumfeld?
Der MicroStrategy-CEO nutzte die CNBC-Plattform für eine grundsätzliche Stellungnahme: "Preisrückgänge sind für uns Kaufgelegenheiten", erklärte Saylor. "Wer langfristig in Bitcoin investiert, muss mit solchen Volatilitäten leben können."
Er verwies auf die historische Performance von BTC über mehrjährige Zyklen hinweg, in denen die Kryptowährung traditionelle Anlagen regelmäßig übertroffen habe. "Unser Fokus liegt auf diesen langfristigen Trends, nicht auf kurzfristigen Schwankungen", so Saylor. "Und wir haben keinerlei Pläne, unsere Bitcoin-Reserven zu reduzieren."
Fragen und Antworten zu MicroStrategys Bitcoin-Strategie
Hat MicroStrategy tatsächlich Bitcoin verkauft?
Nein. CEO Michael Saylor hat die Gerüchte klar dementiert. Tatsächlich hat das Unternehmen in der fraglichen Zeit weitere 487 BTC hinzugekauft.
Warum gab es dann große Bitcoin-Transfers?
Laut Arkham Intelligence handelte es sich um Routine-Transaktionen zwischen verschiedenen Custodian-Lösungen, nicht um Verkäufe an den Markt.
Wie viele Bitcoin hält MicroStrategy aktuell?
Stand 16. November 2025: 641.692 BTC mit einem Marktwert von etwa 62 Milliarden US-Dollar.
Bei welchem Bitcoin-Preis würde MicroStrategy in Schwierigkeiten geraten?
Analyst Willy Woo sieht das kritische Niveau bei etwa 91.502 US-Dollar – deutlich unter dem aktuellen Kurs.