CoreWeave-CEO: KI-Nachfrage überwältigend – Wachstum in Unternehmen, Regierungen und Laboren (2025)
- Warum spricht CoreWeaves CEO von „überwältigender“ KI-Nachfrage?
- Wie riskant ist CoreWeaves Schuldenstrategie?
- Warum setzt UBS auf Alibaba und Tencent im KI-Wettlauf?
- Wie wirken sich Chip-Beschränkungen auf Chinas KI aus?
- Fragen & Antworten
Die KI-Nachfrage explodiert, aber CoreWeave kämpft mit Schulden. Während der CEO von „überwältigender“ Nachfrage spricht, sorgen steigende Verluste und Insider-Verkäufe für Nervosität. Parallel setzt UBS auf Alibaba und Tencent im chinesischen KI-Rennen – trotz Chip-Beschränkungen. Ein Blick auf die Zahlen und die Risiken.
Warum spricht CoreWeaves CEO von „überwältigender“ KI-Nachfrage?
Michael Intrator, CEO von CoreWeave, beschreibt die aktuelle KI-Nachfrage als „schichtweise Überlastung“. Auf dem Goldman-Sachs-Event „Communacopia“ betonte er: „Die Branche kann die Rechenleistung für OpenAI, Hyperscaler, Unternehmen und Regierungen kaum decken.“ CoreWeave skalierte aggressiv – GPU-Lieferungen und Infrastrukturausbau laufen auf Hochtouren. Doch trotz Boom sackte die Aktie um 20% ab. Schuld sind ein überraschend hohes Quartalsminus und Kapitalausgaben von +1 Mrd. $ zum Vorquartal. Für Q3 werden weitere 500 Mio. $ erwartet. „Wir bauen so schnell und groß wie möglich“, sagt Intrator. Ob das reicht?
Wie riskant ist CoreWeaves Schuldenstrategie?
Mit auslaufendem IPO-Lockup im August 2025 verkauften Insider Anteile. Analyst Mark Murphy (JPMorgan) warnt: „CoreWeave könnte Milliarden an Schulden aufnehmen – ein volatiles Risiko für Anleger.“ Die Aktie SEI nur für hartgesottene Investoren geeignet. Murphy sieht Gefahren bei Konjunkturabschwung: „Die Verschuldung macht CoreWeave verwundbar.“ Intrator hält dagegen: Fremdkapital sei der beste Wachstumstreiber. Die BTCC-Analysten-Team merkt an: „Die Diskrepanz zwischen Nachfrage und Finanzierungsdruck ist auffällig.“ (Quelle: TradingView-Daten)
Warum setzt UBS auf Alibaba und Tencent im KI-Wettlauf?
UBS-Analystin Eva Lee sieht chinesische KI-Pioniere vorn: „Alibaba und Tencent liefern greifbare Ergebnisse.“ Alibabas US-Aktie stieg 2025 um 83%, Tencent in Hongkong +54%. UBS nennt Alibaba „Chinas größten KI-Enabler“ mit Cloud-Infrastruktur. Tencent punktet mit KI-gestützten Spielen und Werbung. Trotz US-Chipbeschränkungen nutzen beide Firmen Software-Optimierungen und reduzieren Importabhängigkeit. Tencent verdoppelte KI-Ausgaben (Q2: 19,1 Mrd. Yuan), Alibaba steigerte sie um 50%. Allerdings: Alibabas Subventionskampf mit JD.com im Liefergeschäft und Tencents regulatorische Unsicherheiten bremsen. (Quelle: UBS-Report 09/2025)
Wie wirken sich Chip-Beschränkungen auf Chinas KI aus?
„Kein Hauptproblem“, urteilt UBS. Alibaba und Tencent hätten genug Chips für Training und setzen auf Inferenz-Alternativen. Die BTCC-Analysten ergänzen: „Chinas Techriesen adaptieren schneller als erwartet.“ Tencent-CFO John Lo betont: „Wir extrahieren mehr Leistung aus bestehender Hardware.“ Dennoch: Die Kapitalausgaben explodieren – ein Wettlauf, der nur die Stärksten überleben lässt.
Fragen & Antworten
Wie hoch sind CoreWeaves Schulden?
CoreWeaves Nettoverschuldung stieg nach Q2-Ergebnissen deutlich an. Analysten prognostizieren weitere Milliardenaufnahmen bis Jahresende 2025.
Welche KI-Bereiche treiben Tencent an?
Tencent profitiert von KI in Spielentwicklung (z.B. dynamische NPCs) und präziser Werbetargeting. Zukünftig könnten KI-Agenten wie virtuelle Assistenten hinzukommen.
Wie vergleichen sich Alibaba und Tencent mit Baidu?
Alibaba (+83%) und Tencent (+54%) übertreffen Baidu (+36%) deutlich. JD.com (-3%) und Meituan (-36%) hinken hinterher – ein Zeichen für die KI-getriebene Polarisierung.