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USA und Japan im Streit über Gewinnaufteilung bei Handelsabkommen – Wer bekommt wie viel?

USA und Japan im Streit über Gewinnaufteilung bei Handelsabkommen – Wer bekommt wie viel?

Author:
ApeC0inZ
Published:
2025-07-26 04:14:02
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Die USA und Japan liegen im Clinch, wenn es um die Aufteilung der Gewinne aus ihrem neu unterzeichneten Handels- und Investitionspaket geht. Während Japan eine proportionale Verteilung nach Risiko und Beitrag fordert, beanspruchen die USA 90% der Gewinne für sich. Ein Blick auf die Hintergründe und was das für die globale Handelslandschaft bedeutet.

Worum geht es im Handelsstreit zwischen USA und Japan?

Am vergangenen Dienstag unterzeichneten die USA und Japan ein Wirtschaftsabkommen im Wert von 550 Milliarden Dollar, das Zölle und gemeinsame Investitionen umfasst. Doch während die Feierlichkeiten noch andauern, bahnt sich bereits der nächste Konflikt an: die Gewinnaufteilung. Japan besteht darauf, dass die Gewinne entsprechend der jeweiligen Beiträge und Risiken aufgeteilt werden. Die USA hingegen fordern satte 90% der Gewinne für sich – mit der Begründung, sie hätten die größere Wirtschaftskraft und trügen das Hauptinvestitionsrisiko.

Präsident Donald TRUMP pries das Abkommen als großen Erfolg an, insbesondere den 15%igen Zoll auf importierte Waren und die 550 Milliarden Dollar an Investitionszusagen aus Japan. Doch wie so oft bei Trumps Handelsdeals steckt der Teufel im Detail.

Warum lehnt Japan die US-Forderung ab?

Japans Chefunterhändler Ryosei Akazawa machte am Freitag deutlich, dass die amerikanische 90-10-Forderung keineswegs in Stein gemeißelt sei. "Manche behaupten, Japan würde einfach 550 Milliarden Dollar überweisen, aber solche Aussagen sind völlig unhaltbar", so Akazawa gegenüber Reuters.

Das japanisch-amerikanische Paket umfasst Kredite und Garantien, die von staatlich unterstützten Institutionen wie der Japan Bank for International Cooperation (JBIC) und der Nippon Export and Investment Insurance (NEXI) bereitgestellt werden. Aus japanischer Sicht rechtfertigt dies eine gerechtere Gewinnverteilung.

Welche Branchen kritisieren das Abkommen?

Besonders die amerikanische Autoindustrie zeigt sich unzufrieden. Vertreter wie Matt Blunt vom American Automotive Policy Council (AAPC), der GM, Ford und Stellantis vertritt, warnen vor unfairen Wettbewerbsbedingungen. "Wir müssen alle Details prüfen, aber dieser Deal wird niedrigere Zölle auf japanische Autos ohne amerikanische Inhalte bedeuten", so Blunt.

Auch die United Auto Workers (UAW) üben scharfe Kritik: "Wir brauchen Handelsabkommen, die Standards erhöhen, nicht einen Wettlauf nach unten. Dieses Abkommen macht das Gegenteil." Besonders stört die Gewerkschaft, dass das Abkommen nicht die gleichen Standards wie der USMCA-Vertrag mit Mexiko und Kanada vorsieht.

Wie positioniert sich die Trump-Administration?

Die US-Regierung bleibt bei ihrer harten Linie. Trump kündigte bereits an, dass künftige Zölle für die EU zwischen 15% und 50% liegen werden – je nach Partnerland. "Wir werden einen einfachen, klaren Zoll zwischen 15% und 50% haben", erklärte Trump auf einem KI-Gipfel in Washington.

Parallel verhandelt die Administration weitere Abkommen, etwa mit den Philippinen (19% Zoll auf US-Importe) und Indonesien (ebenfalls 19%). Die sogenannten "Befreiungstag"-Zölle vom April sehen einen Basiszoll von 10% für alle US-Handelspartner vor.

Was bedeutet das für die globale Handelsordnung?

Der Streit zwischen USA und Japan wirft ein Schlaglicht auf die sich verändernde Handelslandschaft. Während traditionelle multilaterale Abkommen an Bedeutung verlieren, dominieren zunehmend bilaterale Deals mit stark asymmetrischen Bedingungen.

Experten warnen, dass solche "Deals" langfristig zu Handelsverzerrungen führen könnten. Besonders kritisch: Die Abkommen der Trump-Administration scheinen oft kurzfristige politische Erfolge über langfristige wirtschaftliche Stabilität zu stellen.

Fragen und Antworten zum Handelsstreit

Warum fordern die USA 90% der Gewinne?

Die US-Regierung argumentiert mit ihrem größeren wirtschaftlichen Gewicht und den höheren Investitionsrisiken. Kritiker sehen darin jedoch eine Machtdemonstration gegenüber Verbündeten.

Welche Rolle spielen Zölle in dem Abkommen?

Das Abkommen sieht einen 15%igen Zoll auf importierte Waren vor. Für die Autoindustrie gelten Sonderregelungen, die jedoch von US-Herstellern kritisiert werden.

Wie geht es jetzt weiter?

Die Verhandlungen werden voraussichtlich noch Wochen andauern. Beobachter erwarten einen Kompromiss im Bereich 70-30 zugunsten der USA.

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