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Krypto-Sektor in Portugal auf Eis: Regierung verzögert Umsetzung der MiCA-Verordnung 2025

Krypto-Sektor in Portugal auf Eis: Regierung verzögert Umsetzung der MiCA-Verordnung 2025

Author:
AltC0inX
Published:
2025-08-08 17:20:03
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Während andere EU-Länder wie Spanien bereits Dienstleistungen mit digitalen Vermögenswerten anbieten, fehlt in Portugal weiterhin die klare gesetzliche Grundlage. Die Verzögerung bei der Umsetzung der europäischen MiCA-Verordnung (Markets in Crypto-Assets Regulation) blockiert den gesamten Sektor und verhindert die Anpassung bestehender Unternehmen an die neuen Rahmenbedingungen. Besonders kritisch: Bis Juli 2026 könnten bereits aktive Unternehmen legal weiterarbeiten – wenn Portugal bis dahin eine Aufsichtsbehörde benannt hat.

Warum steht die Krypto-Regulierung in Portugal still?

Mehr als sieben Monate nach dem Ende der letzten Regierung hat Portugal immer noch keine Behörde bestimmt, die für die Zulassung und Aufsicht von Krypto-Dienstleistungen zuständig sein wird. Das Finanzministerium betont zwar, dass der Umsetzungsbeschluss für die MiCA-Verordnung fertiggestellt sei. Doch bevor das Gesetz dem Parlament vorgelegt werden kann, muss es noch den obligatorischen Weg durch den Staatssekretärsrat nehmen – ein Schritt, der bisher aussteht.

Die Regierung führt die Verzögerung auf den Sturz der Vorgängerregierung zurück. In der Praxis bedeutet dies jedoch, dass Portugal im europäischen Vergleich zurückfällt. "Während andere Länder Fortschritte machen, erstarrt Portugal in regulatorischer Ungewissheit", kommentiert ein Analyst des BTCC Research-Teams.

cmvm sede

Welche Folgen hat die Verzögerung für Portugals Krypto-Markt?

Der spanische Markt zeigt, was möglich wäre: Banken wie BBVA und Santander bieten dort bereits Krypto-Dienstleistungen an. In Portugal hingegen halten sich traditionelle Finanzinstitute zurück – sie warten auf klare regulatorische Rahmenbedingungen.

Besonders problematisch ist die ungeklärte Zuständigkeitsfrage: Soll die portugiesische Zentralbank (Banco de Portugal), die Wertpapieraufsicht CMVM oder beide die Aufsicht übernehmen? Die Überschneidungen der Zuständigkeitsbereiche haben bereits zu Diskussionen zwischen den Behörden geführt.

Wer dominiert Portugals Krypto-Ökosystem derzeit?

Ohne klare Regeln bleibt der Markt für digitale Vermögenswerte in Portugal fest in der Hand von Fintech-Unternehmen. Von den zehn national lizenzierten Anbietern ist nur eines – Bison Digital Assets – mit traditionellen Banken verbunden. Die Regierung verspricht zwar ein "solides und wettbewerbsfähiges Rahmenwerk für Krypto-Assets", doch die Branche kritisiert die Trägheit als Innovationsbremse.

Wie bereiten sich internationale Projekte auf die MiCA vor?

Während Portugal zaudert, passen sich internationale Projekte proaktiv den neuen europäischen Standards an. Die Multi-Chain-Wallet "Best Wallet" etwa bietet bereits Lösungen, die mit den MiCA-Prinzipien kompatibel sind – inklusive DeFi-, NFT-Unterstützung und institutionellen Funktionen. Obwohl noch nicht unter MiCA lizenziert, zeigt das Projekt, wie Infrastruktur von klaren regulatorischen Rahmenbedingungen profitieren könnte.

Was sind die nächsten Schritte in Portugal?

Nach Ende der parlamentarischen Sommerpause am 15. September soll der Umsetzungsbeschluss noch in diesem Jahr dem Parlament vorgelegt werden. Eine Genehmigung würde den Weg für die formale Lizenzierung digitaler Wallets, die Verwahrung von Assets und DeFi-Dienstleistungen durch nationale Anbieter ebnen.

Doch die Uhr tickt: Bis Juli 2026 müssen alle EU-Mitgliedstaaten die MiCA vollständig umgesetzt haben. Für Portugal bleibt die Frage, ob das Land bis dahin den Anschluss an die europäische Krypto-Entwicklung schafft – oder weiter zurückfällt.

Häufig gestellte Fragen

Warum verzögert Portugal die Umsetzung der MiCA-Verordnung?

Die Verzögerung wird offiziell mit dem Regierungswechsel begründet. Tatsächlich gibt es jedoch Uneinigkeit darüber, welche Behörde (Zentralbank oder Finanzaufsicht CMVM) für die Regulierung zuständig sein soll.

Welche Folgen hat die Verzögerung für Krypto-Unternehmen?

Bestehende Unternehmen können nicht in den Übergangsmodus wechseln, neue Anbieter zögern mit Markteintritten. Traditionelle Banken halten sich komplett zurück, was die Innovation hemmt.

Wann ist mit einer Entscheidung zu rechnen?

Nach der parlamentarischen Sommerpause könnte der Beschluss noch 2025 verabschiedet werden. Die vollständige Umsetzung muss bis Juli 2026 erfolgen.

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