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TradFi übt verstärkten Druck auf Kryptowährungen an Wochenenden in Risikoaversion-Phasen aus, laut DefiCapital-CEO

TradFi übt verstärkten Druck auf Kryptowährungen an Wochenenden in Risikoaversion-Phasen aus, laut DefiCapital-CEO

Author:
Sh1b4rmy
Published:
2026-02-28 22:17:02


Traditionelle Finanzinstitute (TradFi) nutzen Kryptowährungen zunehmend als "bevorzugtes Absicherungsinstrument" während Wochenenden mit Risikoaversion. Arthur Cheong, CEO von DefiCapital, analysiert dieses Phänomen und seine Auswirkungen auf den Kryptomarkt.

Institutionelle Investoren nutzen Krypto als "Weekend-Hedge"

Arthur Cheong, CEO und Chief Investment Officer von DefiCapital, hat scharfe Kritik am Verhalten institutioneller Investoren geäußert. "Kryptowährungen sind zum bevorzugten Absicherungsinstrument bei Risikoaversion an Wochenenden geworden", erklärt Cheong, dessen singapur-basiertes Investmentunternehmen Beteiligungen an führenden DeFi-Protokollen wie Aave, dYdX, Lido, Arbitrum und Layer Zero hält.

Cheong beobachtet, dass Kryptomärkte die Hauptlast von Wochenend-Crashs tragen, während traditionelle Märkte geschlossen sind. "Bis die Börsen am Montag öffnen, hat sich der Staub meist schon gelegt", so Cheong. Diese Dynamik wurde besonders deutlich am letzten Wochenende, als Israel präventive Luftschläge gegen den Iran ankündigte und etwa 128 Milliarden Dollar aus dem Kryptomarkt abgezogen wurden.

Wochenend-Crashs treffen Kryptomärkte besonders hart

Bitcoin und der breite Kryptomarkt stürzten nach der Israel-Ankündigung am Samstag erneut ab. Während traditionelle Märkte bis Montag geschlossen blieben, erlebte der Krypto-Sektor massive Verluste. Bitcoin fiel unter 110.000$ nach einem Wochenstart bei 121.000$, während Ethereum von 4.300$ auf unter 3.700$ sank.

Cheong sieht darin kein Zufall, sondern ein Muster: "Ähnliche Szenarien spielten sich bereits Mitte Januar ab, als die Trump-Administration neue Halbleiter-Exportbeschränkungen für China ankündigte." Ironischerweise handeln BTC und ETH jetzt etwa 50% unter ihren Werten vom berüchtigten Wochenende im Oktober, während der S&P 500 seither um 7% gestiegen ist.

Warum sind Wochenenden so riskant für Kryptowährungen?

Die 24/7-Verfügbarkeit von Kryptomärkten, die eigentlich als Vorteil gilt, wird zum Problem, wenn institutionelle Investoren bei Risikoaversion schnell liquidieren. "Andere Risikoassets sind an Wochenenden geschützt - Kryptowährungen nicht", erklärt Cheong. Geringere Liquidität und panikartige Verkäufe verschärfen die Situation.

Doch Matt Hougan von Bitwise sieht darin auch Chancen: "Diese Diskrepanz schafft bedeutende Möglichkeiten - nicht um frühzeitige Gewinner zu identifizieren, sondern um breite Exposure aufzubauen, während der Markt den strukturellen Wandel noch unterschätzt."

Ein interessanter Nebeneffekt: Tokenisierte Assets wie Gold (XAUT) profitieren von dieser Dynamik. Während physische Goldmärkte geschlossen waren, stieg tokenisiertes Gold auf fast 5.500$ - ein klarer Beweis für die Vorteile von 24/7-Märkten.

Fazit: Chance und Risiko zugleich

Während Wochenend-Volatilität für Krypto-Investoren schmerzhaft sein kann, bietet sie auch Chancen. Die 24/7-Verfügbarkeit ermöglicht nicht nur panikartige Verkäufe, sondern auch schnelle Reaktionen auf Marktbewegungen bei geschlossenen traditionellen Märkten. Für langfristige Investoren könnten diese Wochenend-Dips Einstiegsmöglichkeiten bieten.

Häufig gestellte Fragen

Warum sind Kryptowährungen an Wochenenden besonders volatil?

Kryptomärkte sind 24/7 geöffnet, während traditionelle Märkte geschlossen sind. Bei geopolitischen Krisen oder wirtschaftlichen Schocks nutzen institutionelle Investoren Krypto oft als "Liquiditätsventil", was zu überproportionalen Kursbewegungen führt.

Wie können Anleger sich vor Wochenend-Volatilität schützen?

Erfahrene Trader setzen auf Stop-Loss-Orders oder reduzieren Positionen vor risikoreichen Wochenenden. Langfristige Investoren ignorieren diese kurzfristigen Schwankungen oft bewusst.

Gibt es historische Beispiele für solche Wochenend-Crashs?

Ja, neben den jüngsten Ereignissen gab es ähnliche Muster bereits im Oktober 2025 (Handelskonflikt USA-China) und Januar 2026 (Halbleiter-Exportbeschränkungen).

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