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„Elon Musk ist ein Verlierer“: US-Finanzminister Scott Bessent fordert Tech-Milliardär auf, sich aus der Politik zurückzuziehen

„Elon Musk ist ein Verlierer“: US-Finanzminister Scott Bessent fordert Tech-Milliardär auf, sich aus der Politik zurückzuziehen

Author:
PumpNdump
Published:
2025-07-07 21:16:02


In einer scharfen öffentlichen Kritik hat US-Finanzminister Scott Bessent Elon Musk als „Verlierer“ bezeichnet und ihm geraten, sich auf seine Unternehmen zu konzentrieren anstatt politische Ambitionen zu verfolgen. Die Kontroverse entzündete sich nur einen Tag nach Musks Ankündigung, eine neue politische Partei – den „America Party“ – zu gründen. Bessent äußerte seine Kritik live im Fernsehen und bezweifelte Musks politische Beliebtheit. Dieser Artikel beleuchtet die Hintergründe des Konflikts, die historischen Spannungen zwischen den Akteuren und die möglichen Auswirkungen auf die US-Politik.

Warum bezeichnet der Finanzminister Elon Musk als „Verlierer“?

Scott Bessent, der amtierende US-Finanzminister, ließ kein gutes Haar an Elon Musk, als er in einem TV-Interview erklärte: „Die meisten Amerikaner halten ihn für einen Verlierer.“ Diese Aussage kam als direkte Reaktion auf Musks Ankündigung, den „America Party“ zu gründen, der offiziell bei der Bundeswahlkommission registriert wurde. Bessent argumentierte, Musk habe weder die notwendige öffentliche Unterstützung noch die politische Erfahrung, um erfolgreich zu sein. Stattdessen solle er sich auf die Führung seiner Unternehmen wie Tesla und SpaceX konzentrieren. Diese Meinung teilen laut Bessent auch viele Vorstandsmitglieder von Musks Firmen, die ihn lieber als CEO denn als Politiker sehen würden.

Wie reagierte Elon Musk auf die Kritik?

Elon Musk, bekannt für seine impulsive Art in sozialen Medien, hat bisher nicht direkt auf Bessents Äußerungen reagiert. Allerdings setzt er seine politischen Aktivitäten unvermindert fort. Seit etwa zwei Wochen wirbt er auf der Plattform X für die Idee einer dritten politischen Kraft in den USA. Der unmittelbare Auslöser für seine Entscheidung war die Unterzeichnung des „One Big Beautiful Bill Act“ durch Präsident Trump, den Musk scharf kritisiert hatte. In emotionalen Posts bezeichnete er das Gesetz als „Hohn“ für die Arbeit seines inzwischen aufgelösten „Government Efficiency Project“ (DOGE). Musk befürchtet, das Gesetz werde die Staatsverschuldung in den nächsten zehn Jahren um 3,9 Billionen Dollar erhöhen – eine Schätzung, die vom „Committee for a Responsible Federal Budget“ stammt.

Was ist der historische Hintergrund des Konflikts?

Die Spannungen zwischen Musk und Bessent sind nicht neu. Bereits im Mai verließ Musk seine Sonderrolle in der Regierung nach einem Streit mit Trump. Interessanterweise hatte Musk ursprünglich seinen Freund Howard Lutnick, den ehemaligen CEO von Cantor Fitzgerald, für den Posten des Finanzministers lobbyiert. TRUMP entschied sich jedoch für Bessent und bot Lutnick stattdessen das Handelsministerium an. Musk reagierte damals mit einem öffentlichen Wutausbruch – allerdings richtete sich seine Kritik ausschließlich gegen Bessent, nicht gegen Trump selbst. Im April eskalierte der Konflikt angeblich sogar handgreiflich: Laut Steve Bannon, einem pro-Trump-Podcaster, soll Musk Bessent bei einem Treffen „gecheckt“ haben. Bessent bestätigte den Vorfall nicht, dementierte ihn aber auch nicht.

Wie positioniert sich Trump in diesem Konflikt?

Präsident Trump hat sich bisher nicht eindeutig auf Bessents Seite gestellt, aber auch nicht geschwiegen. Er erwog öffentlich, die Bundessubventionen für Musks Unternehmen zu kürzen, und spekulierte sogar über eine mögliche Ausweisung des aus Südafrika stammenden, aber inzwischen eingebürgerten US-Bürgers Musk. Republikanische Kreise vermuten, dass Musks Opposition gegen das Mega-Gesetz weniger mit der Staatsverschuldung zu tun hat als vielmehr mit der Streichung von Subventionen für grüne Energie aus der Biden-Ära, die Tesla hart getroffen haben. Musk bestreitet dies vehement und beharrt auf seiner Sorge um die Staatsfinanzen.

Was sind die Ziele von Musks „America Party“?

Der „America Party“ soll sich nach Musks Vorstellungen auf „extrem konzentrierte Kraft an präzisen Punkten des politischen Schlachtfelds“ fokussieren – eine Strategie, die er mit der militärischen Taktik vergleicht, die Epaminondas in der Schlacht von Leuktra anwandte. Konkret plant die Partei, sich auf einige knappe Rennen im Repräsentantenhaus und Senat zu konzentrieren, anstatt eine landesweite Koalition aufzubauen. Musk hat noch keine Kandidaten oder konkreten Wahlkreise benannt, aber bestätigt, dass sein Team offiziell die Gründung der Partei vorangetrieben hat. In einer Umfrage auf X stimmten seine Anhänger mehrheitlich für die Parteigründung, bevor Musk sie öffentlich bekannt gab.

Wie könnte sich der Konflikt auf die US-Politik auswirken?

Der öffentliche Schlagabtausch zwischen einem hochrangigen Regierungsmitglied und einem der einflussreichsten Tech-Milliardäre der USA könnte erhebliche politische Auswirkungen haben. Musk hat deutlich gemacht, dass er das Machtgleichgewicht im Kongress verändern will, auch wenn er (noch) nicht selbst kandidiert. Seine Kritik am Zweiparteiensystem findet bei vielen frustrierten Wählern Gehör. Gleichzeitig zeigt der Vorfall, wie tief die Gräben zwischen der politischen Establishment-Elite und außenstehenden Akteuren wie Musk sind. Finanzexperten warnen jedoch davor, dass der Konflikt negative Auswirkungen auf die Märkte haben könnte, insbesondere auf die Kurse von Tesla und anderen Muskschen Unternehmen.

Was sagen Experten zu der Kontroverse?

Politische Beobachter sehen in dem Konflikt einen klassischen Machtkampf zwischen etablierter Politik und disruptiven Tech-Eliten. „Hier prallen zwei Welten aufeinander“, analysiert ein BTCC-Marktexperte. „Auf der einen Seite der traditionelle politische Apparat, verkörpert durch Bessent, auf der anderen der unkonventionelle, oft unberechenbare Stil von Musk.“ Wirtschaftsexperten verweisen darauf, dass ähnliche Konflikte in der Vergangenheit oft zu Volatilität an den Märkten führten. Daten von TradingView zeigen bereits erhöhte Handelsaktivitäten im Zusammenhang mit Musks Unternehmen seit Beginn der Kontroverse.

Wie geht es jetzt weiter?

Während Bessent und das Weiße Haus voraussichtlich an ihrer Linie festhalten werden, bleibt abzuwarten, wie Musk reagiert. Der Tech-Milliardär hat in der Vergangenheit gezeigt, dass er sich von Kritik nicht einschüchtern lässt – im Gegenteil. Die Gründung des „America Party“ scheint trotz aller Widerstände voranzugehen. Politische Beobachter spekulieren, ob Musk tatsächlich selbst kandidieren wird oder sich auf die Rolle eines einflussreichen Hinterbankers beschränkt. Unabhängig davon dürfte die Kontroverse die politische Landschaft in den USA weiter polarisieren und möglicherweise den Weg für neue politische Kräfte ebnen.

Häufig gestellte Fragen

Warum hat Scott Bessent Elon Musk kritisiert?

Finanzminister Scott Bessent kritisierte Elon Musk, nachdem dieser angekündigt hatte, eine neue politische Partei zu gründen. Bessent hält Musk für politisch unerfahren und unbeliebt und riet ihm, sich stattdessen auf seine Unternehmen zu konzentrieren.

Was ist der „America Party“?

Der „America Party“ ist eine neue politische Partei, die Elon Musk gegründet hat. Sie soll sich auf ausgewählte, knappe Wahlkämpfe konzentrieren und das Zweiparteiensystem in den USA herausfordern.

Wie ist das Verhältnis zwischen Musk und Trump?

Das Verhältnis ist angespannt, seit Trump Musks Wunschkandidaten für das Finanzministerium ignorierte und stattdessen Scott Bessent ernannte. Die Spannungen eskalierten nach der Unterzeichnung eines umstrittenen Gesetzes durch Trump.

Kann Elon Musk wirklich aus den USA ausgewiesen werden?

Obwohl Musk ursprünglich aus Südafrika stammt, ist er inzwischen eingebürgerter US-Bürger. Eine Ausweisung wäre rechtlich äußerst schwierig und unwahrscheinlich, auch wenn Trump dies andeutete.

Wie reagierten die Märkte auf den Konflikt?

Laut Daten von TradingView und CoinGlass zeigen die Aktien von Musks Unternehmen erhöhte Volatilität seit Beginn der Kontroverse, was auf nervöse Anleger hindeutet.

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