Wochenrückblick Kalenderwoche 24 – 2025
Nur 50 Millionen Dollar Strafe für Ripple
Nach fast fünf Jahren Rechtsstreit wollen Ripple und die SEC ihren Konflikt beilegen. Sie haben gemeinsam beantragt, das 2024 verhängte Verkaufsverbot aufzuheben und die 125 Millionen Dollar Strafe aufzuteilen. Der Konflikt begann im Dezember 2020, als die SEC Ripple beschuldigte, XRP als nicht registriertes Wertpapier verkauft zu haben. Im Juli 2023 entschied ein Gericht, dass direkte institutionelle Verkäufe gegen das Wertpapierrecht verstoßen, während Börsenverkäufe legal sind. Im August 2024 folgte ein Urteil mit einem Verkaufsverbot und einer Geldstrafe von 125 Millionen Dollar – zunächst auf einem Treuhandkonto gesperrt. Nun sollen 50 Millionen Dollar an die SEC gehen, der Rest bleibt bei Ripple.
Erster Dollar-Stablecoin einer europäischen Bank
Die Société Générale wird im Juli über ihre Tochtergesellschaft SG-FORGE den Stablecoin USD CoinVertible (USDCV) lancieren. Der Token ist vollständig durch US-Dollar gedeckt und wird von BNY Mellon verwahrt. Damit ist SocGen die erste europäische Bank, die einen eigenen Dollar-Stablecoin emittiert. USDCV wird unter MiCA als E-Geld-Token reguliert und richtet sich sowohl an institutionelle als auch an Privatanleger. Geplante Anwendungsfälle sind On-Chain-Handel, grenzüberschreitende Zahlungen, FX sowie Cash- und Collateral-Management. Listings an mehreren Börsen sind geplant. Traditionelle Banken sichern sich schrittweise ihren Platz im Stablecoin-Markt.
Pilotprojekt für CBDCs
Die Hong Kong Monetary Authority (HKMA) führt ein Pilotprojekt durch, um Echtzeit-Zahlungen zwischen Central Bank Digital Currencies (CBDCs) und Stablecoins zu testen. Zu den Teilnehmern gehören Visa, Fidelity und ANZ. Chainlinks Cross-Chain Interoperability Protocol (CCIP) wird eingesetzt, um nahtlose Verbindungen über verschiedene Blockchains hinweg zu ermöglichen. Der Fokus liegt auf dem Echtzeit-Austausch von tokenisiertem e-HKD gegen den australischen Stablecoin A$DC. Ziel des Tests ist es, grenzüberschreitende Zahlungen mit digitalen Zentralbankwährungen zu erproben.
Anstieg von Krypto-Betrug
Zusätzlich: Die globale Kryptobörse Bitget hat in Zusammenarbeit mit SlowMist und Elliptic einen Anti-Scam-Report veröffentlicht. Dem Bericht zufolge wurden 2024 weltweit 4,6 Milliarden Dollar durch Krypto-Betrug gestohlen – oft unter Beteiligung von KI. Deepfakes, Social Engineering und automatisierte Trojaner machen Betrug effektiver und schwerer erkennbar. Statt einfacher Phishing-E-Mails setzen Kriminelle nun auf gefälschte Zoom-Interviews, betrügerische NFT- oder DeFi-Projekte und täuschend echte Videos. Besonders gefährlich sind Social-Engineering-Angriffe über Telegram oder Discord, bei denen Nutzer durch angebliche Admins dazu verleitet werden, den Zugang zu ihren Wallets preiszugeben.
Übersetzt von PumpNdump