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Ölpreis bei 90 US-Dollar: Angriffe auf den Iran könnten kurzfristig die Preise in die Höhe treiben

Ölpreis bei 90 US-Dollar: Angriffe auf den Iran könnten kurzfristig die Preise in die Höhe treiben

Author:
PumpNdump
Published:
2026-03-01 05:15:02


Die Ölpreise könnten in eine Aufwärtswelle eintreten, nachdem die USA und Israel eine Reihe von Angriffen auf den Iran gestartet haben. Diese Offensive zielt laut US-Präsident Donald TRUMP darauf ab, das iranische Atomprogramm zu zerstören und das Regime zu schwächen. Experten prognostizieren, dass die Preise für das schwarze Gold bei Marktöffnung am Sonntagabend (1. März 2026) um 10 bis 20 US-Dollar pro Barrel steigen könnten – ein Potenzial, das den Preis auf 90 US-Dollar treiben würde. Wie sich die Märkte entwickeln, hängt jedoch maßgeblich von den iranischen Vergeltungsmaßnahmen und dem weiteren Verlauf des Konflikts ab.

Wie haben sich die Ölpreise bisher entwickelt?

Die Terminkontrakte für Brent-Öl, die internationale Referenz, stiegen am Freitag (27. Februar 2026) um etwa 2,9% und schlossen über 72,80 US-Dollar. Das US-Referenzöl WTI legte 2,8% zu und wurde über 67 US-Dollar gehandelt. Diese Bewegungen zeigen bereits die Nervosität der Märkte angesichts der eskalierenden geopolitischen Spannungen.

Warum ist der Iran so wichtig für den Ölmarkt?

Der Iran produziert täglich etwa 3,3 Millionen Barrel Öl, was 4% der weltweiten Versorgung entspricht. Das Land exportiert hauptsächlich nach China. Doch die größte Sorge der Märkte gilt der möglichen Schließung der Straße von Hormus, einer der strategisch wichtigsten Schifffahrtsrouten für Öltransporte weltweit. Etwa ein Fünftel des globalen Ölverbrauchs passiert diese Route, die große Produzenten im Nahen Osten mit Märkten in Asien, Europa und Nordamerika verbindet.

Wie könnte die OPEC+ reagieren?

Die OPEC+, zu der auch der Iran gehört, wird in ihrer für Sonntag (1. März 2026) geplanten Sitzung die Möglichkeit prüfen, die Ölproduktion deutlich zu erhöhen. Neben dem bereits erwogenen moderaten Anstieg von 137.000 Barrel pro Tag gibt es Vorschläge, das Angebot um bis zu 411.000 Barrel oder mehr zu erhöhen. Dies soll mögliche Versorgungsunterbrechungen aufgrund der geopolitischen Instabilität abfedern.

Was ist im aktuellen Konflikt passiert?

Am Samstagmorgen (28. Februar 2026) starteten die USA und Israel Angriffe gegen den Iran, die die Spannungen im Nahen Osten verschärften. Die Offensive folgte auf wochenlange Drohungen von Präsident Donald Trump und zielt darauf ab, was beide Länder als existenzielle Bedrohung durch das iranische Regime bezeichnen. Die iranische Presse berichtete von Angriffen im ganzen Land, während Israel behauptete, Dutzende militärische Ziele getroffen zu haben. In der Hauptstadt Teheran wurden mindestens drei Explosionen registriert, darunter eine in der Nähe der Residenz des Obersten Führers, Ayatollah Ali Khamenei.

Wie hat der Iran reagiert?

Als Vergeltung startete der Iran Raketen und Drohnen gegen Israel und US-Stützpunkte in Bahrain, Kuwait und Katar. In verschiedenen Regionen des Golfs waren Explosionen zu hören, während Krankenhäuser in Teheran in höchste Alarmbereitschaft gingen. Israel gab an, Luftbedrohungen abzufangen, und der iranische Oberste Nationale Sicherheitsrat kündigte eine "entscheidende Antwort" auf die Angriffe an.

Was bedeutet das für die Energieversorgung?

Die Straße von Hormus ist nicht nur für Öl, sondern auch für den Großteil der LNG-Exporte Katars von entscheidender Bedeutung. Jede Blockade oder Unterbrechung dieser Passage könnte den internationalen Handel direkt beeinflussen und die Ölpreise auf dem Weltmarkt weiter in die Höhe treiben. Analysten der BTCC weisen darauf hin, dass die Märkte in den kommenden Tagen extrem volatil bleiben könnten.

Wie geht es weiter?

Die weitere Entwicklung hängt stark von der Eskalationsdynamik ab. Sollte der Iran die Straße von Hormus tatsächlich blockieren, könnten die Preise kurzfristig deutlich über die prognostizierten 90 US-Dollar steigen. Andererseits könnte eine schnelle Deeskalation oder eine deutliche Produktionserhöhung der OPEC+ die Preise wieder stabilisieren. Beobachter verweisen auf die historische Volatilität des Ölmarktes bei geopolitischen Krisen im Nahen Osten.

Häufig gestellte Fragen

Warum steigen die Ölpreise bei Konflikten im Nahen Osten?

Die Region ist für einen großen Teil der globalen Ölversorgung verantwortlich. Konflikte können Lieferungen unterbrechen oder die Transportrouten gefährden, was zu Preisspitzen führt.

Wie hoch könnte der Ölpreis maximal steigen?

In Extremfällen wie während der Ölkrise 1973 stiegen die Preise um über 300%. Aktuell halten Experten 100-120 US-Dollar für denkbar, sollte der Konflikt eskalieren.

Betrifft dies auch andere Rohstoffmärkte?

Ja, insbesondere Erdgas und petrochemische Produkte zeigen typischerweise ähnliche Reaktionen, wenn auch weniger ausgeprägt.

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