Phantom Chat unter Beschuss: Verlust von 264.000 US-Dollar durch Adressvergiftung löst Sicherheitsdebatte aus
Die Krypto-Community ist nach einem Phishing-Angriff, der zum Verlust von 264.000 US-Dollar in Wrapped Bitcoin (WBTC) bei einem Phantom-Wallet-Nutzer führte, weiterhin erschüttert. Der Fall ist eine ernste Lektion über die Risiken von Adressvergiftungs-Betrugsmethoden.
Was ist Adressvergiftung?
Adressvergiftung ist eine Phishing-Technik, bei der Betrüger einige kleine Transaktionen an die Wallet ihres Ziels senden und darauf hoffen, dass das Opfer die Adresse des Angreifers aus seiner Transaktionshistorie kopiert und einfügt. In diesem Fall sendete der Betrüger 3,5 WBTC von der Adresse 0x85c an die Adresse 0x4b7.
Diese Adresse wurde bei Nansen als „High-Balance“-Adresse gekennzeichnet. ZachXBT, ein Blockchain-Ermittler, warnte, dass die Messenger-Funktion von Phantom, Phantom Chat, eine „neue Vorgehensweise für das Leerräumen von Wallets“ sei, und forderte das Unternehmen auf, seine Benutzeroberfläche zu verbessern, um Spam-Transaktionen herausfiltern zu können.
Sicherheitsexperten beziehen Position
Einige der prominentesten Persönlichkeiten im Krypto-Bereich, darunter Binance-Mitgründer Changpeng Zhao, haben die Implementierung stärkerer Wallet-Sicherheitsmaßnahmen nach dem Vorbild einer Phishing-Präventionsstrategie gefordert. „Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass jede Wallet prüfen sollte, ob eine Empfangsadresse eine ‚Giftadresse‘ ist, und den Nutzer blockieren“, schrieb Changpeng Zhao in einem Blogbeitrag.
Phantom hat den Chat betreten 💬 Jede Token-, Perpetual- und Prognose-Seite hat jetzt einen eigenen Live-Chat. Schließe Freundschaften und tätige Trades, alles am selben Ort ✨
— Phantom (@phantom) 22. Dezember 2025Fazit
Cybersicherheitsspezialisten betonen weiterhin, dass Risikoprüfungen vor einer Transaktion, die Erkennung von Adressähnlichkeiten und eine angemessene Warnung, bevor der Nutzer die Transaktion signiert, unerlässlich sind. Rabby Wallet, Zengo Wallet und Phantom Wallet gehören zu den Wallets, die präventive Erkennungsmechanismen zum Herausfiltern bösartiger Transaktionen anbieten.
Nutze ausschließlich eine vertrauenswürdige Quelle für Empfängeradressen, wie ein Adressbuch oder eine Liste, um Fehler zu vermeiden und Genauigkeit zu gewährleisten.
Sei vorsichtig bei allen Token oder NFTs, die unerwartet in deiner Wallet eingehen, da dies eine Taktik sein könnte, um dich in einen Betrug zu locken. Klicke auch nicht auf Links in bezahlten Anzeigen bei Google oder in sozialen Medien, die kostenlose Airdrops versprechen, da es sich dabei meist um Phishing-Versuche handelt.
Übersetzt von HashR8te