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Indien verzichtet 2025 auf neue Krypto-Gesetze – Angst vor systemischem Risiko

Indien verzichtet 2025 auf neue Krypto-Gesetze – Angst vor systemischem Risiko

Author:
F1atCrash
Published:
2025-09-11 03:15:02


Indien hat sich entschieden, vorerst keine neuen Gesetze für Kryptowährungen zu verabschieden. Hintergrund sind Bedenken, dass eine Regulierung dem Sektor Legitimität verleihen und damit ein systemisches Risiko für das Finanzsystem darstellen könnte. Stattdessen beobachtet die Regierung zunächst die Entwicklungen in den USA. Derweil erschweren hohe Steuern und regulatorische Unklarheiten den Krypto-Handel im Land, während Stablecoins neue Herausforderungen für das einheimische Zahlungssystem UPI darstellen.

Warum zögert Indien bei der Krypto-Regulierung?

Laut einem internen Regierungsdokument befürchten Beamte, dass eine offizielle Regulierung von Kryptowährungen diesen Markt zu schnell wachsen lassen könnte. "Es könnte den Sektor systemisch machen", heißt es in dem Papier. Die Reserve Bank of India unter Gouverneur Shaktikanta Das warnt seit langem vor den Risiken. Interessanterweise zeigt die Erfahrung, dass ein komplettes Verbot – wie 2021 erwogen – peer-to-peer-Transaktionen oder den Handel auf dezentralen Plattformen nicht stoppen würde. Also wartet die Regierung erstmal ab, besonders auf die US-Entwicklungen.

Wie sieht die aktuelle Krypto-Landschaft in Indien aus?

Trotz der Unsicherheiten haben Inder laut CoinMarketCap-Daten über 4,5 Milliarden Dollar in Krypto-Assets investiert. Allerdings machen brutale Steuern – bis zu 30% auf Gewinne – den institutionellen Handel praktisch unmöglich. Die Steuerpolitik hat zu einem fast vollständigen Einfrieren der Verbindungen zwischen Krypto-Unternehmen und traditionellen Banken geführt. Ausländische Börsen wie BTCC können zwar operieren, müssen sich aber registrieren und strenge AML-Prüfungen durchlaufen.

Welche Rolle spielen Stablecoins in der Debatte?

Mit dem US GENIUS Act vom Juli 2024 gewinnen Stablecoins international an Bedeutung. Indische Beamte sorgen sich, dass dollar-gepegte Stablecoins einheimische Systeme wie UPI (Unified Payments Interface) fragmentieren könnten. "Stablecoins sind nicht immer stabil", merkt das Dokument an und verweist auf Liquiditätskrisen. Für ein Land, das stolz auf sein digitales Zahlungssystem ist, stellt dies eine besondere Herausforderung dar.

Wie positioniert sich Indien international?

Während der G20-Präsidentschaft 2023 setzte sich Indien für globale Standards ein. Doch der versprochene Positionspapier wurde verschoben. Jetzt scheint die Strategie zu sein: Abwarten und Tee trinken – oder genauer gesagt, die US-Regulierung abwarten. "Bei so unterschiedlichen internationalen Ansätzen ist eine klare Politik schwierig", räumt das Dokument ein.

Fragen und Antworten zu Indiens Krypto-Politik

Warum reguliert Indien Kryptowährungen nicht?

Die Regierung befürchtet, dass eine Regulierung Kryptowährungen legitimieren und zu einem systemischen Risiko für das Finanzsystem werden könnte.

Können Inder noch Kryptowährungen handeln?

Ja, aber hohe Steuern (bis zu 30% auf Gewinne) und eingeschränkter Bankzugang machen den Handel schwierig. Peer-to-Peer-Transaktionen bleiben möglich.

Welche Auswirkungen hat der US GENIUS Act auf Indien?

Indien sorgt sich, dass dollar-gepegte Stablecoins sein einheimisches Zahlungssystem UPI beeinträchtigen könnten.

Wie viel haben Inder in Krypto investiert?

Trotz der Unsicherheiten haben indische Anleger laut CoinMarketCap über 4,5 Milliarden Dollar in Krypto-Assets investiert.

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