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Warum Schwellenländer 2025 die entwickelten Volkswirtschaften übertreffen werden

Warum Schwellenländer 2025 die entwickelten Volkswirtschaften übertreffen werden

Author:
F1atCrash
Published:
2025-08-24 21:41:02


Die Schwellenländer stehen 2025 vor einem historischen Wendepunkt. Laut Analysen der BTCC Research-Abteilung könnten sie die Performance entwickelter Märkte deutlich übertreffen. Treiber sind lockere Geldpolitik, Investorenflucht aus US-Assets, strengere Budgetdisziplin und moderate Inflation, die das Wachstum ankurbelt ohne die Preise zu überhitzen.

Was treibt die Überperformance der Schwellenländer an?

Führende Assetmanager wie Fidelity International und T. Rowe Price identifizieren vier Schlüsselfaktoren: Erstens signalisiert die US-Notenbank Fed Zinssenkungen ab September 2025. Zweitens fließen Kapitalströme massiv in Schwellenländer-ETFs - der iShares CORE MSCI Emerging Markets ETF verzeichnete seit April 2025 Zuflüsse von 5,8 Mrd. Dollar. Drittens zeigen Schwellenländer bei Haushaltsdisziplin Stärke, wie Archie Hart von Ninety One betont: "Anders als in entwickelten Ländern sehen wir hier keine exzessiven Defizite." Viertens begünstigt ein schwächerer Dollar die lokalen Währungen.

Wie entwickeln sich die Aktienmärkte?

Der MSCI Emerging Markets Index könnte 2025 laut Analysten um 15% zulegen - 5 Prozentpunkte mehr als der Index für entwickelte Märkte. "Emerging Markets-Aktien profitieren von lockerer Geldpolitik, die Binnenkonsum und Kreditvergabe stimuliert", erklärt George Efstathopoulos von Fidelity in Singapur. Seit Trumps "Liberation Day" am 2. April 2025 performen Schwellenländer- und entwickelte Märkte zwar ähnlich (+14%), doch die Fundamentaldaten sprechen klar für die Schwellenländer.

Welche Rolle spielen Zinsen und Anleihen?

Nach Powells Jackson-Hole-Rede erhöhten Trader ihre Wetten auf Fed-Zinssenkungen. Gleichzeitig zeigt der Bloomberg Emerging Market Debt Index mit 4% Rendite eine bessere Performance als vergleichbare Indizes entwickelter Märkte (+3%). Thomas Poullaouec von T. Rowe Price erklärt: "Wir übergewichten Schwellenländer-Aktien in Multi-Asset-Portfolios, weil die Bewertungen attraktiver sind bei gleichzeitig höheren Gewinnwachstumsaussichten."

Welche Chancen bieten Währungen?

Lokale Währungen bieten selektive Möglichkeiten. "Lateinamerikanische Währungen wie der brasilianische Real profitieren von hohem Carry und besserer Haushaltsdisziplin", so Poullaouec. Allerdings warnt er: "Ein Großes der Aufwärtspotenziale ist bereits eingepreist." Die Inflation in Schwellenländern liegt durchweg unter den Erwartungen - der Citi Inflation Surprise Index zeigt für 2025 einen Durchschnittswert von -19, deutlich besser als der G10-Durchschnitt von -12.

Wie nachhaltig ist der Trend?

Drei Faktoren stützen die Nachhaltigkeit: 1) Politische Stabilität in vielen Schwellenländern, 2) strukturelle Reformen, 3) technologischer Aufholbedarf. Allerdings warnt die BTCC-Analystin: "Handelskonflikte und plötzliche Dollar-Stärke bleiben Risikofaktoren." Die Diskrepanz zwischen Fundamentaldaten und Bewertungen spricht jedoch klar für Schwellenländer-Assets.

Fragen und Antworten zu Schwellenländern 2025

Warum übertreffen Schwellenländer 2025 entwickelte Märkte?

Durch die Kombination aus lockerer Geldpolitik, strengerer Haushaltsdisziplin, moderater Inflation und attraktiveren Bewertungen bei gleichzeitig höherem Gewinnwachstumspotenzial.

Welche Assetklassen profitieren am meisten?

Aktien und lokale Anleihen zeigen die stärkste Performance, während Währungen selektive Chancen bieten, insbesondere in Lateinamerika.

Wie lange wird der Trend anhalten?

Der Trend könnte sich 2025-2026 fortsetzen, solange die Fed ihre lockere Politik beibehält und die Inflation unter Kontrolle bleibt.

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