Nvidia-Aktie bricht erstmals seit Mai unter kritische 171-Dollar-Marke – KI-Hype zeigt Ermüdungserscheinungen
Nvidias Aktie durchbricht die 171-Dollar-Unterstützung – ein Signal, das Anleger aufschrecken lässt.
Der KI-Boom zeigt Risse
Seit Mai hielt die 171-Dollar-Marke stand, jetzt ist sie gefallen. Der KI-Handel, der Nvidia monatelang antrieb, verliert spürbar an Schwung. Kein Wunder – nachdem jeder zweite Hedgefond monatelang KI-Stories als Aufhänger für Pump-and-Dump-Schemata nutzte.
Aktienmarkt reagiert auf Realitätscheck
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 171 Dollar sind geknackt. Das ist mehr als nur eine technische Korrektur – es ist eine psychologische Schwelle. Wenn die Tech-Ikone Nvidia strauchelt, zittern gleich ganze Sektorindizes.
Trader setzen auf Short-Positionen
Die Stimmung kippt, und das spürbar. Wer noch vor Wochen auf ewiges Wachstum setzte, dreht jetzt die Positionen. Denn im Finanzzirkus gilt: Was hochgejubelt wird, fällt meist härter als erwartet.
Händler sehen 160 US-Dollar als nächste Schlüsselmarke für Nvidia
Buff Dormeier, der technische Chefanalyst von Kingsview Partners, sagte, der Schlusskurs vom Dienstag unter dem 50-Tage-Durchschnitt Sei ein klares Zeichen für eine Verlangsamung. „Das zeigt, wie die Dynamik nachgelassen hat, und das macht mir kurzfristig Sorgen um die Aktie“, sagte .
Er beobachtet nun 160 Dollar als nächste Unterstützung, und wenn diese nicht erreicht wird, sind es 145 Dollar – das gleiche Niveau, auf dem Nvidia im Juni wieder auf die Beine kam. „Wenn der Kurs unter 145 Dollar fällt, mache ich mir große Sorgen um seine Aussichten“, fügte Buff hinzu.
Der Ausverkauf traf nicht nur Nvidia. Der gesamte Aktienmarkt geriet unter Druck, da sich Anleger Sorgen über globale Spannungen und überhöhte Bewertungen von Technologieunternehmen machten. Diese Kombination erleichterte es Fondsmanagern, sich aus hochfliegenden KI-Aktien zurückzuziehen. Nvidia war ein naheliegendes Ziel. Trotz jüngster Kursgewinne ist die Aktie in diesem Jahr nahezu steil nach oben gegangen und damit anfällig für selbst kleinste negative Einflüsse.
Und dieser Auslöser kam schnell. Die Gewinnprognose der letzten Woche weckte nicht das erhoffte Vertrauen der Wall Street. Analysten gerieten zwar nicht in Panik, aber der TON änderte sich defi.
Viele prognostizieren basierend auf den durchschnittlichen Kurszielen immer noch ein Aufwärtspotenzial von über 25 %, aber niemand behauptet, der nächste Anstieg SEI garantiert. Buff drückte es so aus: „Langfristig gibt es noch Chancen, aber kurz- oder mittelfristig scheint der Höhepunkt erreicht zu sein.“
China baut seine eigenen KI-Chips, während Nvidia von beiden Seiten unter Druck steht
Während Nvidia im rasant wachsenden KI-Markt darum kämpft, das Vertrauen der Investoren zu gewinnen, treibt China seinen Plan „AI Plus“ mit Nachdruck voran. Ziel ist es, bis 2030 künstliche Intelligenz in nahezu allen Branchen zu etablieren. Unterstützt wird dieser Plan durch massive Investitionen in inländische Chips, Speicher mit hoher Bandbreite und den landesweiten Ausbau des Supercomputings.
An der Spitze dieser Bemühungen steht Cambricon, ein lokaler Chiphersteller, der sich selbst als Chinas Nvidia-Alternative bezeichnet. Doch Peking braucht Cambricons Siyuan-Chips nicht, um Nvidias Blackwell Ultra zu schlagen.
Gefragt ist eine ausreichend gute Technologie, die die KI-Ambitionen des Landes unterstützt, ohne auf US-Lieferanten angewiesen zu sein. Die politische Klasse des Landes strebt nicht nach Leistung. Sie will Kontrolle. Und Cambricon gibt ihr genau diese.
Das bringt Nvidia in eine schwierige Lage. Das Unternehmen steckt zwischen Washingtons Exportbeschränkungen und Chinas Streben nach Chip-Unabhängigkeit. Der Versuch, beide Seiten zufriedenzustellen, schlägt fehl.
Nvidia dient nun zwei Herren und stellt keinen von beiden zufrieden. Dieses Problem wird sich mit dem anhaltenden Technologiekrieg und dem anhaltenden geopolitischen Druck nur noch verschärfen.
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