Japans Banken bereiten Krypto-Comeback vor: Regulierer kippt Verbot
Die japanische Finanzaufsicht FSA bereitet die Rückkehr der Kryptowährungen in traditionelle Banken vor - ein strategischer Schachzug im globalen Wettlauf um digitale Vermögenswerte.
Regulatorisches Tauwetter
Nach Jahren restriktiver Politik öffnet sich Tokio wieder für Krypto-Assets. Die Aufsichtsbehörde revidiert ihr früheres Verbot und schafft klare Rahmenbedingungen für Banken. Ein Paradigmenwechsel, der Japans Position im asiatischen Finanzmarkt stärken soll.
Banken in Startposition
Major Players der japanischen Finanzbranche positionieren sich bereits für den Markteintritt. Die Infrastruktur für Handels- und Verwahrlösungen wird aktuell aufgebaut - ein milliardenschweres Investment in die Zukunft.
Globaler Wettbewerb
Während andere Nationen zögern, setzt Japan auf regulatorische Klarheit statt auf Verbote. Ein kalkuliertes Risiko in einem Markt, der traditionelle Banker noch immer skeptisch macht - aber die Profite locken bekanntlich stärker als Prinzipien.
Japan könnte Krypto-Verbot für Banken aufheben
Berichten zufolge erwägt auch die japanische Finanzaufsichtsbehörde (FSA), ihr langjähriges Verbot aufzuheben, das Banken den Kauf und das Halten von Kryptowährungen zu Anlagezwecken untersagt. Sollte dies genehmigt werden, wäre dies eine der wichtigsten politischen Reformen Japans seit der Legalisierung von Kryptobörsen im Jahr 2017. Es wird erwartet, dass dieser Schritt die Macht des Mainstream-Bankwesens in einen Sektor bringen würde, der lange von Fintechs und Wertpapierfirmen dominiert wurde.
Tochtergesellschaften von Bankengruppen dürfen sich derzeit nicht als Anbieter von Krypto-Asset-Dienstleistungen registrieren. Dies geschieht auf Grundlage des Bankengesetzes. Die vorgeschlagene Revision der FSA würde es Wertpapiertöchtern dieser Gruppen ermöglichen, Krypto-Handel zu betreiben. Dies würde ihnen gleiche Wettbewerbsbedingungen wie Konkurrenten von Wertpapierfirmen wie SBI Holdings und Rakuten Securities verschaffen.
Einem Bericht zufolge wird die Regulierungsbehörde ihren Standpunkt voraussichtlich auf einer bevorstehenden Sitzung des Financial Services Council darlegen. Die Gespräche mit einem Beratungsgremium des Premierministers werden sich auf die Schaffung eines Rahmens konzentrieren, der es Banken ermöglicht, Krypto-Assets auf die gleiche Weise zu handeln und zu halten wie Aktien oder Staatsanleihen. Dabei werden jedoch Risikomanagement- und Offenlegungsstandards durchgesetzt.
Die FSA geht vorsichtig vor, da sie von banknahen Wertpapierfirmen verlangen will, Privatanleger deutlich vor der Volatilität des Kryptomarktes zu warnen. Sie fügte hinzu, dass Bitcoin und anderen digitalen Vermögenswerten eine greifbare Deckung fehlt und große Bestände die Banken im Falle eines Preisverfalls unter Druck setzen könnten. Diese Sorge veranlasste die FSA bereits 2020, Direktinvestitionen zu verbieten.
Bitcoin steckt in Turbulenzen
Japans Haltung wirkt ehermatic als restriktiv. Große Institutionen wie BlackRock und Fidelity drängen mit Bitcoin ETFs in den Krypto-Markt, und Tokio scheint bestrebt zu sein, Schritt zu halten. Eine unterstützende Entscheidung könnte auch Japans Position als regionales Zentrum für digitale Finanzen stärken.
Der Markt für digitale Vermögenswerte blieb weiterhin voller Turbulenzen. Bitcoin verzeichnete am Dienstag ein starkes Angebot und stieg, während Gold und Silber seltene zweistellige Kursverluste hinnehmen mussten. Der BTC-Preis stieg über die 113.000-Dollar-Marke, fiel dann aber wieder unter die 109.000-Dollar-Marke. Bitcoin wird zum Redaktionsschluss durchschnittlich zu 108.773 Dollar gehandelt.
Gold verzeichnete den stärksten Rückgang seit Jahren und fiel um mehr als 5 % auf 4.130 US-Dollar, während Silber um fast 8 % einbrach. Der Ausverkauf machte monatelange Gewinne zunichte, die durch die Lockerung der Geldpolitik der Zentralbanken, die Handelsspannungen zwischen den USA und China und andere Faktoren getrieben worden waren. Die plötzliche Trendwende scheint Händler wieder in Kryptowährungen getrieben zu haben. Das Bitcoin Futures ist seit dem brutalen Totalverlust vom 10. Oktober, der 20 Milliarden US-Dollar an gehebelten Positionen vernichtete, von 28 Milliarden US-Dollar auf über 32 Milliarden US-Dollar gestiegen.
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