Tennessee-Gericht verhängt 6,8 Millionen Dollar Strafe gegen Duo hinter gefälschter Krypto-Plattform
Betrügerische Krypto-Plattform kassiert Millionen-Abrechnung
Justiz schlägt zu: Ein Bundesgericht in Tennessee hat zwei Krypto-Betrüger zur Kasse gebeten - mit einer saftigen Strafe von 6,8 Millionen Dollar. Das Duo hatte Investoren mit einer gefälschten Handelsplattform um ihr Geld gebracht.
Moderne Betrugsmaschen
Die Angeklagten lockten Opfer mit Versprechungen von überdurchschnittlichen Renditen. Statt echter Handelsalgorithmen setzten sie auf ausgeklügelte Fassaden - typisch für die Schattenseiten des digitalen Goldrauschs.
Regulatorisches Signal
Die Höhe der Strafe sendet ein klares Signal: Auch im vermeintlich rechtsfreien Raum der Kryptowährungen gilt amerikanisches Recht. Ein Präzedenzfall für künftige Betrugsfälle in der Branche.
Ironie des Schicksals: Während seriöse Krypto-Projekte um regulatorische Anerkennung kämpfen, sorgen Betrüger für die dringend benötigte Aufmerksamkeit der Strafverfolgungsbehörden - fast wie ein ungewollter Compliance-Service.
Das Paar lockte Investoren durch Immobilienverbindungen an
Michael und Amanda Griffis waren Immobilienmakler aus Clarksville. Zwischen 2021 und 2023 betrieben sie einen Pool namens „Blessings of God Thru Crypto“. Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) gab an, dass das Paar mehr als 6,5 Millionen Dollar von rund 145 Investoren eingesammelt habe.
Das Paar geriet erstmals im Juli 2023 ins Visier der CFTC, die Klage gegen das Paar einreichte. Am Donnerstag erließ ein US-Gericht in Tennessee eine Vergleichsverfügung, die die Zwangsvollstreckung beendet.
Die Anordnung verpflichtet die Betrüger zur Zahlung von 5,5 Millionen Dollar Schadensersatz an die Opfer. Zudem müssen sie eine zivilrechtliche Geldstrafe in Höhe von 1,35 Millionen Dollar zahlen. Damit beläuft sich die Gesamtstrafe auf 6,8 Millionen Dollar. Darüber hinaus verhängt die Anordnung ein lebenslanges Verbot für den Rohstoffhandel und bei der CFTC .
Laut Gerichtsfeststellungen nutzten die Griffises ihre Immobilienkontakte, um Investorentrac. Sie erzählten Kunden und Bekannten, dass Gelder über die Apex-Handelsplattform in Krypto-Futures gehandelt würden. Sie sagten, die Geschäfte würden von einer Person namens „Coach Wendy“ überwacht.
Die Handelskommission stellte klar, dass Apex keine legitime Handelsplattform sei. Sie Sei einer ausländischen Börse nachempfunden, die in den USA dent von „Coach Wendy“ nicht herausfinden zu können
Mehr als 4 Millionen Dollar aus dem System wurden nach der Einzahlung auf die gefälschte Website ins Ausland überwiesen. Den Rest des Geldes nutzte das Paar für die Begleichung persönlicher Schulden und zum Einkaufen. Laut CFTC wurden den Investoren rund 855.000 Dollar ausgezahlt. Diese Zahlungen erfolgten nach dem Schneeballsystem-Prinzip, wobei frühere Investoren mit Geldern neuerer Investoren zurückgezahlt wurden.
CFTC warnt die Öffentlichkeit vor Kryptobetrug
Die CFTC erklärte, der Fall zeige ein größeres Problem: Betrüger missbrauchen das Vertrauen der Gemeinde, um Schneeballsysteme zu betreiben. Die Behörde verwies auf einen Pastor aus Denver und seine Frau, die kürzlich zur Rückzahlung von 3,39 Millionen Dollar verurteilt wurden, nachdem sie Millionen für wertlose Kirchenmünzen gesammelt hatten.
In einem anderen Fall wurde ein Mann aus Long Island von der CFTC zu einer Geldstrafe von 228 Millionen Dollar verurteilt. Ein anderer Betreiber erhielt eine neunjährige Haftstrafe für ein Schneeballsystem, das sich gegen Mitglieder einer haitianischen Kirchengemeinde richtete.
Experten sagten, dass Investoren im Fall des Duos aus Tennessee möglicherweise Warnsignale ignoriert hätten, wie etwa eine Website ohne registrierte Firmendaten. Betrüger sind oft auf schnelles Geld aus und planen, auszusteigen, bevor sie erwischt werden. Auf Kryptomärkten können Gelder schnell über Grenzen hinweg transferiert werden, was die Wiedererlangung erschwert.
CFTC-Vertreter warnten die Öffentlichkeit zudem vor der Zusammenarbeit mit nicht verifizierten Investmentplattformen. CFTC-Chef Charles Marvine sagte: „Wenn eine Investitionsmöglichkeit zu gut erscheint, um wahr zu sein, ist sie es mit ziemlicher Sicherheit auch – für Sie und alle, die Sie mitbringen.“
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