Stripe plant Banken-Coup: Stablecoins sollen Finanzsystem aufmischen
Der Zahlungsgigant geht in die Offensive – und bringt Krypto ins alte Geld. Stripe verhandelt aktuell mit Großbanken über die Integration von Stablecoins in traditionelle Finanzinfrastrukturen.
Ein strategischer Schachzug: Während sich Banken noch mit veralteten Settlement-Zeiten plagen, könnte Stripe mit digitalen Assets den Zahlungsverkehr revolutionieren. Natürlich erst, nachdem die Institute ihre üblichen 18 Monate für ’Due Diligence’ verstreichen ließen.
Die Pointe? Ausgerechnet die Blockchain – jahrelang als Banken-Killer verschrien – soll jetzt das marode Interbankensystem retten. Die Ironie wäre perfekt, wenn nicht so verdammt profitabel.
Stripes verstärkter Vorstoß in den Bereich der Stablecoins umfasst die Entwicklung eines eigenen USD-gebundenen Tokens. Der Stablecoin basiert auf der Technologie von Bridge, einem Blockchain-Infrastruktur-Startup, das Stripe im vergangenen Jahr stillschweigend übernommen hat, und soll Berichten zufolge für erste Tests bereit sein.
Jennifer Lee, die bei Stripe für Krypto-Produkte verantwortlich ist, sagte, das Unternehmen begrüße Fintech-Firmen außerhalb der USA, der EU und Großbritanniens zur Teilnahme an den Tests, insbesondere solche, die einen vereinfachten Zugang zu US-Dollar suchen.
Mit einem weltweiten Umlaufvolumen von bereits über 240 Milliarden US-Dollar an Stablecoins ist die Initiative von Stripe ein weiterer Schritt zur Überbrückung der Kluft zwischen traditionellen Finanzdienstleistungen und Blockchain-basierten Zahlungssystemen.