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Nordkoreanische IT-Mitarbeiter nutzten über 30 gefälschte Identitäten, um Krypto-Unternehmen ins Visier zu nehmen: Bericht

Nordkoreanische IT-Mitarbeiter nutzten über 30 gefälschte Identitäten, um Krypto-Unternehmen ins Visier zu nehmen: Bericht

Published:
2025-08-14 10:10:57

Ein kompromittiertes Gerät eines nordkoreanischen IT-Mitarbeiters hat die internen Abläufe des Teams hinter dem 680.000-Dollar-Hack von Favrr aufgedeckt – einschließlich der Nutzung von Google-Tools zur Zielauswahl von Krypto-Projekten.

Zusammenfassung
  • Ein kompromittiertes Gerät eines nordkoreanischen IT-Mitarbeiters enthüllte die Arbeitsweise der Bedrohungsakteure.
  • Beweise zeigen, dass die Operativen Google-Tools, AnyDesk und VPNs nutzten, um Krypto-Firmen zu infiltrieren.

Laut dem On-Chain-Analyst ZachXBT begann die Spur mit einer anonymen Quelle, die Zugriff auf einen der Rechner der Arbeiter erhielt. Dabei wurden Screenshots, Google-Drive-Exporte und Chrome-Profile entdeckt, die Einblick in die Planung und Durchführung der Betrugsschemata gaben.

Anhand von Wallet-Aktivitäten und digitalen Fingerabdrücken verifizierte ZachXBT das Material und verknüpfte die Kryptowährungs-Transaktionen der Gruppe mit dem June-2025-Exploit der Fan-Token-Plattform Favrr. Eine Wallet-Adresse („0x78e1a“) wies direkte Verbindungen zu gestohlenen Geldern aus dem Vorfall auf.

Einblick in die Operation

Das kompromittierte Gerät zeigte, dass das kleine Team – insgesamt sechs Mitglieder – mindestens 31 gefälschte Identitäten teilte. Um Blockchain-Entwicklungsjobs zu erhalten, sammelten sie staatlich ausgestellte Ausweise und Telefonnummern und kauften sogar LinkedIn- und Upwork-Konten, um ihre Tarnung zu vervollständigen.

Ein auf dem Gerät gefundenes Interview-Skript zeigte, wie sie mit angeblicher Erfahrung bei bekannten Blockchain-Firmen wie Polygon Labs, OpenSea und Chainlink prahlten.

Google-Tools waren zentral für ihren organisierten Workflow. Die Bedrohungsakteure nutzten Drive-Tabellen zur Budget- und Zeitplanverwaltung, während Google Translate die Sprachbarriere zwischen Koreanisch und Englisch überbrückte.

Unter den entdeckten Daten befand sich eine Tabelle, die zeigte, dass die IT-Mitarbeiter Computer mieteten und VPN-Zugänge kauften, um frische Konten für ihre Operationen zu erstellen.

Das Team setzte auch auf Fernzugriffstools wie AnyDesk, um Client-Systeme zu kontrollieren, ohne ihren echten Standort preiszugeben. VPN-Logs verbanden ihre Aktivitäten mit mehreren Regionen und verschleierten nordkoreanische IP-Adressen.

Weitere Erkenntnisse offenbarten, dass die Gruppe nach Möglichkeiten suchte, Token über verschiedene Blockchains zu verteilen, europäische KI-Firmen ausspähte und neue Ziele im Krypto-Sektor identifizierte.

Nordkoreanische Bedrohungsakteure nutzen Remote-Jobs

ZachXBT entdeckte ein Muster, das in mehreren Cybersecurity-Berichten beschrieben wurde: Nordkoreanische IT-Mitarbeiter nehmen legitime Remote-Jobs an, um in den Krypto-Sektor einzudringen. Indem sie sich als Freelance-Entwickler ausgeben, erhalten sie Zugriff auf Code-Repositories, Backend-Systeme und Wallet-Infrastrukturen.

Ein auf dem Gerät gefundenes Dokument enthielt Interview-Notizen und Vorbereitungsmaterialien, die vermutlich während Gesprächen mit potenziellen Arbeitgebern verwendet wurden.

Übersetzt von CryptoH0und

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