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Boeing bleibt im 3. Quartal 2025 im Minus – Schuld ist der neue Großraumjet 777X

Boeing bleibt im 3. Quartal 2025 im Minus – Schuld ist der neue Großraumjet 777X

Published:
2025-10-30 12:45:03


Wie das Unternehmen jetzt bekannt gab, verzeichnete der Luftfahrtriese im dritten Quartal 2025 erneut rote Zahlen. Hauptgrund sind die anhaltenden Verzögerungen und Kostensteigerungen beim neuen Flaggschiff-Modell 777X. Analysten sehen darin eine ernsthafte Herausforderung für Boeings Wettbewerbsfähigkeit gegen Airbus. Wir analysieren die Hintergründe und zeigen, was das für die Luftfahrtbranche bedeutet.

Warum steckt Boeing im 3. Quartal 2025 erneut in den roten Zahlen?

Die Bilanz für Juli bis September 2025 fiel ernüchternd aus: Boeing meldete einen Nettoverlust von 1,2 Milliarden US-Dollar. "Das ist bereits das vierte Quartal in Folge mit Verlusten", erklärt ein BTCC-Marktanalyst. "Die Probleme beim 777X-Programm wirken sich wie ein Boomerang auf die gesamte Finanzlage aus." Besonders schmerzhaft: Die Verluste traten trotz gestiegener Auslieferungen der 737-Max-Flugzeuge auf.

Wie stark belastet der 777X die Finanzen?

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Allein im Berichtsquartal wurden zusätzliche 750 Millionen Dollar für das 777X-Programm abgeschrieben. Seit Projektbeginn summierten sich die Sonderkosten damit auf über 6,5 Milliarden Dollar. "Das ist kein Pappenstiel mehr", kommentiert eine Branchenkennerin. "Jede weitere Verzögerung bei der Zertifizierung wird Boeing teuer zu stehen kommen."

Was macht den 777X so besonders – und problematisch?

Der 777X soll mit seiner revolutionären Flügeltechnik und Brennstoffeffizienz neue Maßstäbe setzen. Doch genau diese Innovationen bereiten Kopfzerbrechen:

  • Die faltbaren Flügelspitzen erfordern komplexe Zulassungsverfahren
  • Lieferkettenprobleme verzögern kritische Komponenten
  • Kunden wie Lufthansa und Emirates werden ungeduldig
"Boeing hat sich mit dem 777X vielleicht zu viel vorgenommen", mutmaßt ein Insider. Die ursprünglich für 2020 geplante Auslieferung wurde bereits mehrfach verschoben – aktuell ist 2026 im Gespräch.

Wie reagiert die Börse auf die Quartalszahlen?

An der Wall Street fielen die Aktien nach der Veröffentlichung um 3,5 Prozent – der niedrigste Stand seit März 2025. "Investoren hatten auf eine Trendwende gehofft", erklärt ein Trader. "Doch die anhaltenden 777X-Probleme und die schwache Cashflow-Prognose lassen wenig Raum für Optimismus." Daten von TradingView zeigen, dass institutionelle Anleger ihre Positionen reduzieren.

Kann Boeing den Airbus A350 gefährden?

Der europäische Konkurrent lacht sich ins Fäustchen: Airbus konnte im gleichen Quartal dank des A350 einen Gewinnsprung von 22 Prozent vermelden. "Der 777X sollte eigentlich die Antwort auf den A350 sein", so ein Luftfahrtexperte. "Doch solange Boeing nicht liefern kann, hat Airbus freie Bahn im Langstreckensegment." Interessant: Einige Airlines erwägen bereits, Stornogebühren für die 777X-Bestellungen zu verlangen.

Wie geht es jetzt weiter für Boeing?

CEO Dave Calhoun betonte in einer Telefonkonferenz: "Wir stehen voll hinter dem 777X-Programm." Doch die Fakten sehen anders aus:

  1. Produktionsrate wurde von 3 auf 2 Jets pro Monat gedrosselt
  2. Zusätzliche Testflüge bis Ende 2025 angekündigt
  3. Neue Verhandlungen mit Zulieferern und Kunden
In meiner Einschätzung wird Boeing noch mindestens zwei schwierige Jahre vor sich haben. Der Konzern muss jetzt beweisen, dass er aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat.

Fragen und Antworten zu Boeings Quartalszahlen

Wie hoch war Boeings Verlust genau?

Boeing verzeichnete im Q3 2025 einen Nettoverlust von 1,23 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von 18,6 Milliarden.

Wann kommt der erste 777X in Dienst?

Aktuell peilt Boeing die erste Auslieferung für Anfang 2026 an – ursprünglich war 2020 geplant. Die Zertifizierung könnte sich aber noch verzögern.

Wie viele 777X hat Boeing bereits verkauft?

Die Orderliste umfasst derzeit 363 feste Bestellungen, hauptsächlich von Emirates, Lufthansa und Qatar Airways.

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