Tether-CEO kündigt serverlosen Passwort-Manager nach Datenleck mit 16 Milliarden Zugangsdaten an
Tether hat Pläne angekündigt, einen serverlosen, Open-Source-Passwort-Manager auf den Markt zu bringen, nachdem ein massives Datenleck 16 Milliarden Online-Login-Daten offengelegt hat.
Tether-CEO Paolo Ardoino gab heute bekannt, dass das Unternehmen PearPass vorbereitet, einen vollständig lokalen, Open-Source-Passwort-Manager, der ohne Abhängigkeit von Cloud-Infrastruktur auskommt. „Die Cloud hat uns wieder im Stich gelassen“, sagte Ardoino auf X und bezog sich dabei auf ein neu entdecktes Datenleck, das gestern gemeldet wurde und 16 Milliarden Login-Daten preisgab.
PearPass soll das wachsende Misstrauen in zentrale Datenspeicherung angehen, indem sichergestellt wird, dass alle Benutzerdaten ausschließlich auf den Geräten der Nutzer gespeichert werden – ohne externe Schwachstellen oder Überwachungsmöglichkeiten. „Nur Sie – und Ihre Schlüssel, sicher auf Ihren Geräten gespeichert“, schrieb Ardoino.
Ardoinos Ankündigung folgt auf die Enthüllung des wohl größten jemals bestätigten Datenlecks. Laut einer Untersuchung von Cybernews wurden 16 Milliarden Datensätze in mehreren umfangreichen Datensätzen entdeckt, die mit Infostealer-Malware in Verbindung stehen. Diese Logs enthalten Login-Daten für praktisch jede größere Online-Plattform, darunter Apple, Facebook, Google, GitHub, Telegram und sogar staatliche Dienste.
Forscher warnten, dass es sich nicht nur um alte Daten handelt, die erneut auftauchen. Viele der Zugangsdaten sind aktuell und enthalten Token, Cookies und Metadaten. Die Struktur der Datensätze – URLs mit Benutzernamen und Passwörtern – spiegelt wider, wie moderne Infostealer Informationen sammeln, was darauf hindeutet, dass ein Großteil der Daten direkt von infizierten Geräten abgezogen wurde.
„Dies ist nicht nur ein Leck – es ist eine Blaupause für massenhaften Missbrauch. Mit über 16 Milliarden offengelegten Login-Datensätzen haben Cyberkriminelle nun beispiellosen Zugang zu persönlichen Zugangsdaten, die für Account-Übernahmen, Identitätsdiebstahl und gezieltes Phishing genutzt werden können“, sagten die Forscher.
Die gute Nachricht: Die Daten waren nur kurz zugänglich. Die Datensätze waren gerade lange genug exponiert, um von Forschern entdeckt zu werden, aber nicht lange genug, um die Verantwortlichen zu identifizieren.
Allerdings, so die Forscher, tauchen weiterhin regelmäßig neue riesige Datensätze auf – im Abstand von wenigen Wochen.
Übersetzt von AltC0inX