Liquidität, nicht Schlagzeilen, treibt Bitcoin nach oben, sagt Raoul Pal
Bitcoins nächste große Bewegung wird laut dem Makrostrategen Raoul Pal mehr von der Geldschöpfung abhängen als von Raketen oder medialem Lärm.
In einer aktuellen Analyse hat der ehemalige Hedge-Fonds-Manager den Bitcoin-Preis gegen die weltweite Geldmenge (globales M2) aufgetragen und festgestellt, dass fast neun Zehntel der Schwankungen der Kryptowährung in den letzten drei Jahren mit Veränderungen der Liquidität einhergingen.
Dieser Hintergrund bietet eine einfache Erklärung für die aktuelle Eskalation im Nahen Osten. Berichte über israelische Angriffe auf eine iranische Gasanlage ließen die Ölfutures kurzzeitig um mehr als 7 Prozent steigen und befeuerten erneut Diskussionen über Lieferkettenstörungen. Doch Bitcoin reagierte kaum – er legte nur minimal zu, während Aktienfutures schwankten.
Pals Fazit: Solange der Konflikt die Zentralbanken nicht zwingt, das System mit Liquidität zu fluten oder auszutrocknen, können Händler digitaler Assets mit einem normalen Marktverhalten rechnen.
Die Liquiditätslinse erklärt auch, warum Bitcoin COVID-Schocks, Zinserhöhungszyklen und Wahlschlagzeilen mit demselben Muster überstanden hat: kurzfristige Volatilität gefolgt von einer Entwicklung, die der globalen Geldmenge folgt.
Für Anleger ist dieser Ansatz simpel, aber nützlich: Verfolgen Sie das globale M2. Wenn es steigt, stehen die Chancen weiterhin auf höhere Bitcoin-Kurse – selbst wenn Ölpreise, Kriegsrisiken oder Tweet-Stürme den Weg kurzfristig unruhig gestalten.
Übersetzt von AltC0inX